Fix: Air Berlin verkauft Niki an Etihad

51 Prozent bleiben in den Händen der Niki Privatstiftung.

Airbus A320 (Foto: www.AirTeamImages.com).

Die deutsche Air Berlin Group und Niki werden künftig getrennte Wege gehen, zumindest was die Gesellschafterstruktur anbelangt. Die zweitgrößte Airline Deutschlands veräußerte den 49-prozentigen Anteil zum Preis von 300 Millionen Euro an Etihad Airways. Damit dürfte sich Air Berlin etwas Luft verschaffen, um über den Winter zu kommen.

Dieser Verkauf ist der erste Schritt in der Umsetzung des im September vorgestellten Restrukturierungsplans. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt entsprechender behördlicher Genehmigungen. Etihad wird kein Mehrheitseigentum und keine tatsächliche Kontrolle über Niki erlangen. Die Mehrheit der heimischen Fluggesellschaft befindet sich in den Händen der Niki Privatstiftung.

"Wir vollziehen einen entscheidenden Schritt in Richtung unserer neuen strategischen Ausrichtung. Mit dieser Transaktion vereinfachen wir unser Geschäftsmodell, machen uns unabhängiger von saisonalen Flugzielen und verbessern unsere finanzielle Situation. Schritt für Schritt entwickelt sich Air Berlin zu einem Netzwerk-Carrier mit Fokus auf innerdeutschen und europäischen Verkehr mit Anschluss an unsere Drehkreuze für die Langstrecke in Berlin und Düsseldorf", so Air-Berlin-Chef Stefan Pichler.

Mit Beginn des Sommerflugplans überträgt der deutsche Carrier ihre Slots für bestimmte touristische Mittelstrecken-Destinationen in Südeuropa (ausgenommen Italiens aber einschließlich der Kanarischen Inseln und Madeiras), Nordafrika und der Türkei an Niki. Die Transaktion beinhaltet ebenfalls die Beendigung der Wet-Lease-Vereinbarung von Air Berlin über 14 Flugzeuge von Tuifly. Der aktuelle Flugplan behält seine Gültigkeit. Sollten Flüge von Niki übernommen werden, wird der deutsche Carrier ihre Passagiere rechtzeitig informieren.

"Wir sind auf dem richtigen Weg, unsere Kapazitäten anzupassen und unsere Flotte zu vereinfachen. Unser neuer Flugplan wird gezielt auf den Stärken unseres aktuellen Streckennetzes und Flugplans aufbauen. Wir investieren weiterhin in die Erweiterung des Geschäftsreiseangebots, eine stärkere Vernetzung sowie den Ausbau unseres profitablen Langstreckenprogramms, insbesondere zu Zielen in den USA", so Pichler.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Austrian Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan ist studierter Theater-, Film- und Medienwissenschaftler und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Austrian Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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