Eurowings überprüft Handgepäck strenger

Gleichzeitig soll SMS-Service Passagiere bei besonders ausgelasteten Flügen informieren.

Foto: Eurowings.

Zu viele Verspätungen, weil das Handgepäck der Passagiere zu viel wurde und zum Teil kurz vor Abflug noch in den Frachtraum geladen werden musste: Lufthansas Billigtochter Eurowings will das nicht länger hinnehmen und kündigt nun gegenüber AviationNetOnline an, Schritt für Schritt bis zum Sommer an allen Flughäfen ihre Regeln strikter zu überprüfen.

Gleichzeitig soll es auch eine Neuerung geben: Mit der Preflight-SMS werden Passagiere, die auf stark ausgelasteten Flügen gebucht sind, benachrichtigt und können anschließend kostenlos ihr Handgepäck am Schalter aufgeben. Denn, so erklärt eine Eurowings-Sprecherin: “Reisen Passagiere mit zu viel, zu großem oder zu schwerem Handgepäck, verzögern sich die Abläufe beim Einsteigen.” Häufig hebe ein Flug verspätet ab, weil “Gepäckstücke noch in letzter Minute in den Frachtraum gebracht werden müssen”.

Das neue Doing ist in den vergangenen Wochen am Flughafen Köln/Bonn ausgiebig getestet und mit den gewonnenen Erfahrungen angepasst worden. In dieser Woche ging es in Wien an den Start und nach Ostern soll es in Hamburg und Stuttgart eingeführt werden. “Der weitere Roll-Out wird dann im Laufe des Sommers stattfinden”, so die Sprecherin.


Eurowings will das Boarding beschleunigen (Foto: Eurowings).

Bisher seien die Rückmeldungen der Passagiere zu den Veränderungen “überwiegend positiv”. Insbesondere die Preflight-SMS bei vollen Flügen komme “sehr gut” an. “Viele Fluggäste wissen die klare Differenzierung und die transparente und faire Anwendung der Handgepäck-Regeln zu schätzen.” Feedback für die Boardingprozesse sei nach wie vor gewünscht.

Denn Eurowings wird inzwischen standardmäßig in einem Atemzug mit dem Verspätungschaos im vergangenen Sommer genannt: Etliche Flüge waren verspätet oder fielen komplett aus, im ganzen Lufthansa-Konzern summierten sich die Entschädigungszahlungen an Kunden auf einen hohen dreistelligen Millionenbetrag.

In diesem Sommer soll sich dies nicht wiederholen, weswegen Eurowings Ende März das SCOPE-Programm startete, um Abläufe effizienter zu gestalten. Damit soll die Gefahr von Verspätungen deutlich sinken.

Autor: Carlo Sporkmann
Redakteur
Carlo Sporkmann ist seit April 2019 als Autor für AviationNetOnline tätig. Der studierte Journalist berichtet für AviationNetOnline über den deutschen Luftverkehrsmarkt.

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