Eurowings streicht über 300 Flüge

Niki-Kapazitäten fehlen nun bei Kranich-Billigtochter.

Airbus A320 (Foto: www.AirTeamImages.com).

Die Lufthansa-Tochter Eurowings gerät neuerlich ins Kreuzfeuer der Kritik, denn im Zeitraum von Jänner bis März 2018 führt das Unternehmen so genannte Flugplananpassungen durch, die dem aktuellen Informationsstand nach 600 Flüge betreffen sollen. Davon sollen 300 Verbindungen gleich komplett gestrichen werden.

Laut dem deutschen Nachrichtenmagazin "Der Focus" sollen betroffene Reisende bei Möglichkeit umgebucht werden, jedoch ihr Geld zurück bekommen, falls diese nicht zustimmen sollten. Als Ursache für das Eurowings-Streichkonzert wird angeführt, dass die Niki-Übernahme geplatzt ist und die entsprechenden Kapazitäten nun fehlen würden.

Indirekt ist damit auch klar, dass die Lufthansa Gruppe bereits seit längerer Zeit Flugscheine unter Einplanung der Niki-Kapazitäten verkaufte, obwohl seitens der EU-Kommission frühzeitig gewarnt wurde, dass der Deal mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht genehmigungsfähig sein werde. Nachdem offiziell rotes Licht aus Brüssel kam, zog Lufthansa die Offerte zurück und Niki meldete Insolvenz an.

 

 

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Austrian Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan ist studierter Theater-, Film- und Medienwissenschaftler und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Austrian Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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