EuroAirport mit moderatem Wachstum in Q3

Der EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg vermeldet für das dritte Quartal ein moderates Wachstum im Passagierverkehr - Luftfracht ist auch im Plus mit einem Minus in LKW-Fracht.

Air France ist ein häufiger Besucher des EuroAirport (Foto: Andy Graf).

Mit 5,6 Millionen Fluggästen per Ende September liegt das Passagieraufkommen insgesamt 3 Prozent über der Vergleichsperiode des Vorjahres. Die Anzahl der Flüge im gewerblichen Verkehr (Linien- und Charterflüge) entwickelt sich stabil mit einem Anstieg von 1 Prozent. Diese eher moderate Entwicklung gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere auf die Auswirkung von terroristischen Aktivitäten und die damit verbundene geringere Nachfrage in bestimmten Ländern zurück zu führen. Nichtsdestotrotz werden in diesem Winter ab dem EuroAirport 70 Destinationen bzw. 76 Flughäfen im Linienverkehr angeflogen; das sind drei Ziele mehr als im vorigen Winter. Auch wenn die Anzahl Abflüge pro Woche in diesem Winter etwas zurückgehen, kommt es zu einem Einsatz von grösseren Flugzeugen auf gewissen Strecken. Diese Flottenanpassung gekoppelt mit einer höheren Passagierauslastung pro Flug wird weiterhin für ein moderates Wachstum sorgen. Ende 2016 erwartet der EuroAirport, dass der Passagierverkehr um gut 3 Prozent auf 7,3 Millionen steigen wird.

Per Ende September 2016 verzeichnet der Frachtverkehr einen Rückgang von 2 Prozent auf rund 74 000 Tonnen gegenüber September 2015 (rund 75 000 Tonnen). Die geflogene Luftfracht  (Vollfrachter-Geschäft und Expressfracht) erzielt einen Anteil von 53 Prozent (gegenüber 47 Prozent Ende September 2015) und weist ein Wachstum von plus 10 Prozent aus. Hierbei sind die Vollfrachter-Aktivitäten dank der guten Marktakzeptanz des neuen Cargo Terminal um 14 Prozent auf 8 800 Tonnen (Ende September 2015: 7 700) gestiegen; mit 30 500 Tonnen legt die Expressfracht um 9 Proeznt zu (28 000 Tonnen im Vorjahreszeitraum). Der Anteil des Luftfracht-Ersatzverkehrs per LKW ist um 13 Prozent gesunken und weist 34 600 Tonnen im Vergleich zu 39 400 Tonnen per Ende September 2015 aus. Für diesen Rücklauf gibt es drei Hauptgründe: Die anhaltende Auswirkung der Aufhebung des Euro-Mindestkurses, welche die Schweizer Exportindustrie erschwert, die schwache Entwicklung der Weltwirtschaft sowie eine weitere Verschiebung von Luftfrachtvolumen auf die Seefracht. Für Ende 2016 erwartet der EuroAirport, dass der Frachtverkehr mit 101 000 Tonnen sich im Vergleich zu 2015 stabil halten wird.

Verglichen mit dem Vorjahr sind die Flugbewegungen im 3. Quartal 2016 um 3 Prozent auf 73 700 Starts und Landungen gestiegen.

Autor: Christoph Aumüller
Redakteur
Christoph ist Absolvent des Studienlehrganges Luftfahrt der FH Joanneum Graz. Seit Mitte 2015 verstärkt er das Redaktionsteam von Austrian Aviation Net.

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