Etihad Airways weiterhin tief in den roten Zahlen

Personalstand wurde um fünf Prozent reduziert.

Airbus A330 (Foto: www.AirTeamImages.com).

Golfcarrier Etihad Airways steckt weiter tief in den roten Zahlen: Wie das Unternehmen mitteilte ging der Umsatz im Vorjahr von 5,86 Milliarden U.S.-Dollar auf 5,6 Milliarden U.S.-Dollar zurück. Dies entspricht einem Rückgang um vier Prozent.

Unterm Strich steht ein Verlust in der Höhe von 1,28 Milliarden U.S.-Dollar. Tiefrot, aber immerhin eine kleine Verbesserung, denn für das Geschäftsjahr 2017 musste Etihad Airways noch 1,52 Milliarden U.S.-Dollar Verlust melden.

Der Golfcarrier teilte weiters mit, dass es im Vorjahr gelungen ist die Kosten um 416 Millionen Euro reduzieren zu können. Gleichzeitung wurden aber auch fünf Prozent aller Jobs abgebaut. Zum Berichtsstichtag beschäftigte Etihad Airways 21.855 Mitarbeiter.

Ebenfalls rückläufig war die Anzahl der Fluggäste. Im Jahr 2018 beförderte der Golfcarrier 17,8 Millionen Reisende und damit um 4,3 Prozent weniger als in 2017. Das Unternehmen begründet dies unter anderem mit der Einstellung zahlreicher defizitärer Routen, aber auch der Verkleinerung der Flotte, die parallel mit dem Personalabbau durchgeführt wurde. In den letzten Monaten stornierte Etihad Airways zahlreiche Großbestellungen bei Airbus und Boeing.

Die Hauptursache der tiefroten Finanzzahlen des Golfcarriers gilt die gescheiterte Hunter-Strategie, die Etihad Airways über viele Jahre hinweg unter dem damaligen Generaldirektor James Hogan praktizierte. Man beteiligte sich an schwerst defizitären Airlines wie Air Berlin, Darwin Airline, Alitalia, Jet Airways und JAT. Diese benötigten zusammengerechnet über die Jahre hinweg Unterstützungen in Milliardenhöhe. Weiters übernahm Etihad in einzelnen Fällen auch Bürgschaften für die Beteiligungen. Ein politisches Umdenken innerhalb der Herrscherfamilie führte zu einer Strategieänderung, die vereinfacht ausgedrückt den Beteiligungen den Geldhahn abdrehte. Air Berlin und Alitalia mussten daraufhin Insolvenz anmelden.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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