Ethiopian Airlines: Flugzeug abgestürzt

Der Kontakt zu einer Boeing 737-8 MAX auf dem Flug von Addis Abeba nach Nairobi ist wenige Minuten nach dem Start abgebrochen.
Letztes Update am 10.03.2019 um 22:10 Uhr.

Die ET-AVJ am Flughafen Tel Aviv - Ben Gurion im November 2018 (Foto: www.AirTeamImages.com).

Eine Boeing 737-8 MAX von Ethiopian Airlines ist Sonntagfrüh abgestürzt. Die Maschine mit der Kennung ET-AVJ ist um 08:38 Uhr Lokalzeit vom Flughafen Addis Abeba in Richtung Nairobi gestartet. Der Kontakt mit dem Flugzeug ist laut der Airline um 08:44 Uhr verloren gegangen. Danach ist sie laut Meldungen diverser Medien in der Nähe der Stadt Bishoftu abgestürzt. An Bord von Flug ET302 haben sich 149 Passagiere und acht Besatzungsmitglieder befunden - niemand hat das Unglück überlebt. 

Laut CNN erklärte Ethiopian-CEO Tewolde GabreMariam gegenüber Journalisten, dass der Kapitän kurz nach dem Start technische Probleme gemeldet und die Umkehr zum Flughafen Addis Ababa angefragt hat.  Zur Unglücksursache ist derzeit sonst wenig bekannt.

Ethiopian-CEO Tewolde GebreMariam an der Absturzstelle (Foto: Ethiopian Airlines)

Die betroffene Maschine wurde erst im November 2018 als letzte von fünf bestellten 737-8 MAX an Ethiopian Airlines ausgeliefert. Die Cockpitcrew bestand aus Kapitän Yared Getachew mit mehr als 8.000 Flugstunden und dem Ersten Offizier Ahmed Nur Mohammod Nur, der laut Ethiopian Airlines bislang 200 Flugstunden absolviert hat.

Am Nachmittag wurden die Herkunftsländer der Passagiere bekannt gegeben: Die 149 Opfer kamen aus insgesamt 35 Ländern - darunter 32 Personen aus Kenia, 18 aus Kanada, neun aus Äthiopien, jeweils acht aus China, Italien und den USA, je sieben aus Frankreich und dem Vereinigten Königreich, sechs aus Ägypten, fünf aus Deutschland, jeweils vier aus Indien und der Slowakei, je drei aus Österreich, Russland und Schweden, jeweils zwei aus Spanien, Israel, Marokko und Polen und je eine Person aus Belgien, Dschibouti, Indonesien, Irland, Mosambik, Norwegen, Ruanda, Saudi-Arabien, Sudan, Somalia, Serbien, Togo, Uganda, Jemen, Nepal und Nigeria. Ein Passagier war Träger eines UN-Passes. Bei den Opfern aus Österreich soll es sich laut orf.at um drei Ärzte aus Oberösterreich gehandelt haben, die auf dem Weg nach Sansibar gewesen sind.

Für die neueste Generation der Boeing 737 ist dies bereits der zweite Totalverlust - am 29. Oktober 2018 stürzte eine Maschine der Lion Air mit 189 Menschen an Bord in die Javasee. Der genaue Unfallhergang bei diesem Absturz ist bis heute nicht restlos geklärt - offenbar waren Probleme mit den Anstellwinkel-Sensoren sowie der automatischen Höhenrudertrimmung beteiligt.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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