Emirates landet mit dem "Game Changer" in Wien

Mit der Boeing 777-300ER im neuen Kabinendesign will die Airline gegenüber der Konkurrenz weiter die Nase vorne haben und bei den Kunden punkten. Am Freitag wurde das neue Produkt in Wien vorgestellt.

Äußerst bequeme First Class Suite an Bord des "Game Changer" (Foto: Emirates).

"Game Changer" - so nennt Emirates ihre neuen Boeing 777-300ER. Damit will die Fluglinie nach eigenen Angaben demonstrieren, wie neu nicht nur das Flugzeug sondern wie revolutionär vor allem die Inneneinrichtung ist - allem voran die neuen Suiten der First Class.

Am 1. Dezember 2018 kommt dieses Flugzeug erstmals auf der Route zwischen Wien und Dubai zum Einsatz. Flug EK 125 landet um 20:00 Uhr in Wien, und hebt um 21:55 Uhr wieder in Richtung Dubai ab. Die zweite tägliche Verbindung wird weiter mit dem Airbus A380 bedient.

Maximale Privatsphäre in den sechs First-Class-Suiten (Foto: Emirates).

Für viele Passagiere schwebten die First Class Suiten schon bisher in unerreichbaren Höhen. Das neue Design soll das jetzt noch übertreffen. Höchster Luxus, größte Privatsphäre nennt es Emirates. Inspiriert von Mercedes geht es der Fluglinie um modernes Design mit viel Liebe zum Detail. "Das ganz Produkt ist wirklich stimmig", sagte Martin Gross, Direktor von Emirates Österreich, Slowakei, Ungarn, Serbien, Slowenien, Kroatien, Mazedonien, Montenegro und Bosnien.

Ein paar Details: Alle Suiten sind völlig abgeschlossen, mit deckenhohen Türen. Die mittlere Suite in der 1-1-1 Konfiguration bietet über virtuelle Fenster den Blick nach draußen, ermöglicht mit Echtzeitkameratechnik. Die Sitze verfügen über eine Sitzfunktion "Schwerelosigkeit", was besonderen Komfort garantieren soll. Dazu gibt es eine persönliche Minibar, ein Schminkset, einen feuchtigkeitsspendenden Pyjama, ein Fernglas bei den "echten" Fenstersitzen und vieles mehr. Wer dennoch etwas vermisst, kann per Videoanruf das Kabinenservice rufen. All das hat auch seinen Preis. Ein Flug Wien Dubai retour in der First Class Mitte Dezember kostet laut Homepage rund 5.300 Euro. ein Preis, den sich überwiegend Privatkunden leisten, so Gross.

Erinnert an Sportwagensitze: Die neue Business Class (Foto: Emirates).

Vieles neu ist auch in der Business und der Economy Class. Wobei für Gross die Economy Class "am oberen Ende" liegt und mit Sitzabstand und Bildschirmgröße der Konkurrenz enteilt. "Die Eco ist unser stärkstes Produkt", so Gross. Die neue "Game Changer" Boeing 777-300ER ist für ihn "ein Zeichen, dass Emirates noch einmal eines draufsetzt, um sich im Wettbewerb von der Konkurrenz zu unterscheiden." Internet an Bord gibt es in allen Klassen, in First und Business Class ist es im Preis inkludiert, in der Economy Class sind 20MB im Ticketpreis eingeschlossen.

Auch die Economy Class wurde aufgefrischt (Foto: Emirates).

Der "Game Changer" fliegt mit sechs First Class Suiten, 42 Business Sitzen und 306 Economy Plätzen. Was sich Emirates diese Investition kosten hat lassen, weiß Gross nicht. Auch weil die neue Ausstattung meist schon mit der Auslieferung der Flugzeuge kommt. Teurer als die bisherige sei sie aber sicher. Insgesamt bietet Emirates ab Wien pro Woche 2.436 Sitze mit der 777-300ER an und 3.619 Sitze mit dem A380. 

Das Team rund um Martin Gross - allen voran Elisabeth Zauner, Commercial Manager Austria, hat heuer übrigens den Chairman‘s Award für das weltweit beste Vertriebsteam der Fluglinie gewonnen. Damit wurde das Team für sein außergewöhnliches Engagement in Qualität, Leistung und Service prämiert.

Scheich Ahmed bin Saeed Al-Maktoum, Chairman und Chief Executive von Emirates Airline & Group übergibt den Award an Elisabeth Zauner, Commercial Manager Austria (Foto: Emirates).

Autor: Michael Csoklich
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Michael Csoklich ist einer der bekanntesten Wirtschaftsjournalisten Österreichs und leitete über viele Jahre das Ressort Wirtschaft im ORF Radio. Seit 2015 leitet er den LG für Wirtschaftsjournalismus in Krems, ist Moderator, Querdenker und arbeitet als freier Journalist für die Kleine Zeitung. Und seit 2016 schreibt er als Luftfahrtspezialist auf Austrian Aviation Net insbesondere über Spezialthemen.

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