Emirates: Doubledaily über Winter gesichert

AUA wendet sich an die Politik und verlangt konkrete Maßnahmen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Drehkreuzes Wien auszubauen.

Foto: www.AirTeamImages.com

Emirates darf zumindest über den kommenden Winterflugplan weiterhin ihre dreizehn wöchentlichen Flüge zwischen Wien und Dubai durchführen. Dies hat Austro Control als zuständige Behörde temporär genehmigt.

Allerdings muss sich die Golf-Airline an bestimmte Auflagen halten: Damit möchte die Behörde die Auswirkungen des Flugverkehrs durch die Fluglinie auf den Wirtschaftsstandort Österreich und damit das gesamtwirtschaftliche Interesse bewerten. Mit diesen Auflagen sollen die Passagierströme ermittelt und die kapazitären Bedingungen analysiert werden.

Scharfe Kritik an der Emirates-Bewilligung kam erwartungsgemäß von Austrian Airlines: Obwohl die Golf-Airline im Jahr 2010 bei den Wien anfliegenden Fluglinie mit einem Anteil von 1,1 Prozent nur auf Platz 11 liegt, sieht die Lufthansa-Tochter die Fluglinie aufgrund der "abgesaugten" Passagierströme als ernste Gefahr.

Darüber hinaus ärgert man sich bei der AUA über ungleiche Bedingungen. "Der Wettbewerb mit dieser hochsubventionierten Staatsairline ist alles andere als fair", liest man in der aktuellen Austrian-Pressemeldung zum Thema.

Der Ball wird jetzt in einem taktischen Zug an die Politik weitergegeben: Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) habe in seiner vor wenigen Wochen präsentierten Roadmap zum Luftfahrtstandort festgeschrieben, dass es das Drehkreuz Wien ausbauen und die Rahmbedingungen dafür verbessern wolle.

"Diese Entscheidung bewirkt natürlich genau das Gegenteil. Das BMVIT steht aber sicher zu seiner Strategie. Daher gehen wir davon aus, dass es jetzt unverzüglich Maßnahmen umsetzt, die die Wettbewerbsfähigkeit des Drehkreuzes Wien rasch entscheidend verbessern", so Austrian-Vorstand Peter Malanik. "Wir werden der Bundesregierung binnen einer Woche eine Liste von konkreten Maßnahmen überreichen, die in Dubai schon längst umgesetzt worden sind."

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Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Austrian Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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