Emirates bestellt zwei weitere A380

Emirates übernimmt vermutlich die beiden A380 von Skymark Airlines.

Einer von insgesamt 142 Emirates A380 (Foto: Airbus S.A.S.2013).

Emirates, schon längst der weltweit größte A380-Betreiber, hat zwei weitere Maschinen dieses Typs bei Airbus bestellt. Die Neuzugänge sollen mit Triebwerken des Typs Rolls Royce Trent 900 ausgestattet und in einer Zwei-Klassen-Konfiguration ausgeliefert werden. Die Auslieferung ist für das vierte Quartal 2017 geplant. Die Flotte der Fluggesellschaft umfasst derzeit 75 Airbus A380. In Folge der jüngsten Expansionsentscheidung hat sich die Anzahl der noch nicht ausgelieferten festen Bestellungen seitens Emirates von 65 auf 67 erhöht. Insgesamt hat die Airline damit 142 Flugzeuge des Typs A380 bei Airbus in Auftrag gegeben.

„Im Zuge der kontinuierlichen Flottenmodernisierung wird Emirates bis Ende 2017 insgesamt 30 ältere Flugzeuge ausmustern. Entsprechend unserer Wachstumsziele werden wir im selben Zeitraum 24 neue Boeing 777 sowie 33 neue A380 einflotten. Damit verfolgen wir unsere Strategie, eine moderne und effiziente Flotte zu betreiben und unseren Kunden das bestmögliche Flugerlebnis zu bieten. Durch die kontinuierliche Erweiterung des A380-Streckennetzes lernen immer mehr unserer Kunden den Emirates A380 kennen und fragen explizit Flüge mit diesem einzigartigen Flugzeug nach“, so Sir Tim Clark, Präsident von Emirates.

Ob es sich bei diesen beiden Flugzeugen um die stornierten Aufträge der Air Austral im März handelt, konnte bisher nicht bestätigt werden. Die beiden Maschinen dürften bereits gebaute A380 sein, die Airbus im Jahr 2014 an Skymark Airlines aufgrund deren Zahlungsunfähigkeit nicht mehr auslieferte. Gegenüber „Bloomberg“ erklärte ein Insider es seien die unvollendeten Flugzeuge mit den Produktionsnummern 162 und 167.

Ab 01. Juli 2016 nimmt das weltweit größte Passagierflugzeug auch den Liniendienst nach Österreich auf und wird von Emirates auf der Rotation EK127/EK128 in einer Drei-Klassen-Konfiguration mit 14 Privatsuiten in der First Class, 76 Flachbettsitzen in der Business Class und 429 Sitzen in der Economy Class eingesetzt (AAN hat berichtet). Neben Wien werden demnächst auch Prag und Taipeh in das weltweite A380-Streckennetz aufgenommen, welches dann insgesamt 42 Destinationen umfasst.

Der Flugzeughersteller Airbus schätzt, dass die A380-Bestellungen von Emirates in Europa direkt, indirekt und induziert aktuell rund 41.000 Arbeitsplätze sichern. Etwa 70 Prozent dieser Stellen verteilen sich gleichermaßen auf Frankreich und Deutschland, rund 17 Prozent entfallen auf Großbritannien und die verbleibenden 5.000 Jobs auf Spanien. Es handelt sich hierbei um anspruchsvolle Tätigkeiten entlang einer hoch spezialisierten Lieferkette, die im Umfeld der Produktionsstätten von Airbus signifikante Multiplikationseffekte mit sich bringen.

Autor: Christoph Aumüller
Redakteur
Christoph ist Absolvent des Studienlehrganges Luftfahrt der FH Joanneum Graz. Seit Mitte 2015 verstärkt er das Redaktionsteam von Austrian Aviation Net.

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