EasyJet erwartet österreichisches AOC

Die britische Low-cost Airline möchte mit EasyJet Europe eine österreichische Tochter gründen, um trotz Brexit den Flugbetrieb innerhalb der Europäischen Union wie gehabt fortführen zu können. Entsprechende Genehmigungsverfahren seien schon weit fortgeschritten. Rund 110 Maschinen sollen dann schrittweise auf das österreichische AOC übertragen werden.

Foto: EasyJet

Nach Eurowings, die mit der Eurowings Europe GmbH im August 2015 eine Tochter in Österreich gründete, möchte nun auch die britische Low-cost Airline EasyJet einen ähnlichen Weg gehen. Die Airline suchte Anfang des Jahres um ein Air Operator Certificate (AOC) bei der Austro Control sowie um eine Betriebsbewilligung durch das österreichische Verkehrsministerium BMVIT an. Die Zulassungsverfahren seien nun weit fortgeschritten, sodass die Erteilung beider Genehmigungen in naher Zukunft erfolgen sollte, heißt es in einer Presseaussendung der EasyJet.

Die Austro Control selbst bestätigte indes das laufende Prüfungsverfahren, erklärte jedoch bis zum Abschluss keinerlei inhaltlichen Aussagen zum aktuellen Stand machen zu können. Eine Entscheidung sei in naher Zukunft zu erwarten.

Eine neue Tochtergesellschaft mit dem treffenden Namen EasyJet Europe soll damit in Wien gegründet werden und trotz Brexit die Gültigkeit der Verkehrsrechte und damit die Aufrechterhaltung des Flugbetriebs in der Europäischen Union sicherstellen. Damit möchte die Airline von möglichen negativen Auswirkungen der EU-Austrittsverhandlungen Großbritanniens verschont bleiben. Wie nämlich ein künftiges Luftfahrtabkommen aussehen wird, ist derzeit noch völlig ungewiss.

Sowohl die rund 4.000 Mitarbeiter als auch die 110 Maschinen, die die Basis von EasyJet Europe bilden werden, seien bereits jetzt in sechs EU-Mitgliedsstaaten angestellt und stationiert, ließ die Airline verlautbaren. Über die nächsten beiden Winter sollen die Flugzeuge schrittweise vom britischen auf das österreichische AOC übertragen werden. Ihr Einsatzort soll sich dabei nicht ändern. Neben der österreichischen Tochter unterhält die an der Londoner Börse notierte paneuropäische Airline-Gruppe EasyJet plc dann auch noch eine Gesellschaft in Großbritannien sowie eine in der Schweiz.

Für Österreich bedeutet die Ansiedelung von EasyJet Europe die Schaffung einiger neuer Arbeitsplätze im Management und der Aufsicht der operativen Aktivitäten am Standort. Stellen aus Großbritannien sollen jedoch nicht nach Wien verlagert werden. Mit der österreichischen Luftfahrtagentur Austro Control habe man einen besonders auf die Einhaltung von Sicherheitsrichtlinien bedachten Partner gefunden, der auch mit größeren Airlines Erfahrung hat, erklärte die Fluggesellschaft. Im laufenden Jahr wurden bereits über eine Million Passagiere auf Flügen von und nach Österreich transportiert. Im Jahr zuvor wuchs die Zahl jener Fluggäste um 60 Prozent.

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