Die maltesischen Inseln haben für jeden etwas zu bieten

Im kleinsten EU-Land, Malta, wird auf den drei Inseln nahezu jeder Urlaubsanspruch abgedeckt. Vom Standurlaub mit Kindern, über Kultur- und Sprachaufenthalte oder Partyfeiern in Sliema und der Hauptstadt Valletta oder aber Entdecken spannender Tierarten ist alles möglich. Für Superreiche hat man Spezialangebote in den Banken und bei der Zulassung von Yachten. Malta hat den Ruf als teure Urlaubsdestination, doch dabei ist der Inselstaat eine preiswerte und hochqualitative Alternative und vom Luxusurlaub bis hin zum Adventure-Aufenthalt mit dem Rucksack ist für jeden Geldbeutel etwas möglich. Air Malta, Wizzair und Ryanair liefern sich einen harten Preiskampf, so dass Tickets schon ab 9,99 Euro oneway zu haben sind.

Blick von nahe der Stadt Qwara auf die Landschaft der Hauptinsel (Fotos: Jan Gruber).

Das kleinste Mitglied der Europäischen Union, Malta, ist ein aus drei bewohnten Inseln bestehender Kleinstaat, der sich in den letzten Jahrzehnten als beliebtes Ziel für Sprach-, Bade- und Kultururlaube etablieren konnte. Im Gegensatz zu anderen Mittelmeerinseln ist Malta ein ganzjährliches Urlaubsziel, wobei in der kalten Jahreszeit eher Sightseeing- und Kulturaufenthalte geplant werden sollten, während ansonsten zahlreiche Strände einladend sind.


ehemalige Festung auf Comino.

Malta unterteilt sich in die Hauptinsel Malta und die Inseln Gozo und Comino. Letztere weist die Besonderheit auf, dass dort offiziellen Angaben nach nur drei Einheimische leben, jedoch seit etwa den 1970er Jahren ein Hotel am nördlichsten Zipfel von Comino besteht. Dieses verfügt über einen eigenen Fährdienst, denn Boote und Schiffe sind auch die einzige Möglichkeit um diese Insel erreichen zu können.


Kirche auf Gozo.

Es ist jedoch nicht erforderlich auf Comino zu übernachten, um diesen absolut spannenden und faszinierenden Teil Maltas erkunden und insbesondere erleben zu können. Zunächst muss man allerdings von Malta oder Gozo aus nach Comino kommen. Dies stellt aber kein Problem dar, da während der Hauptsaison diverse Gesellschaften Ausflugsfahrten und/oder Shuttledienstleistungen anbieten. Weiters bieten auch Skipper in diversen Marinas ihre Boote und Yachten samt Crew für individuelle private Fahrten an. Eine Reservierung vor der Abreise ist selbst während der Hochsaison nicht notwendig, da Tickets in den Verkaufsbüros der Gesellschaften, in vielen Geschäften und Hotelrezeptionen, die als Vertriebspartner fungieren und direkt am Schiff erhältlich sind. Auch ein privater Charter ist normalerweise kurzfristig überhaupt kein Problem. Ein kleines Goodie für Touristen ist, dass viele Reedereien ihre Passagiere kostenlos vor dem Hotel abholen und nach der Schiffsfahrt wieder zurückbringen.

Tierische Erlebnisse auf der Insel Comino


Chamäleon auf Comino.

Comino ist insbesondere für die „Blaue Lagune“ und die „Kristall-Lagune“ bekannt, die ein Fixstern bei Bootsfahrten sind. Besonders erstgenanntes Ziel ist zwar äußerst faszinierend, jedoch touristisch absolut überlaufen, so dass die eigentliche Schönheit der Lagune kaum erkundet werden kann. Die „Kristall-Lagune“ gleicht auf den ersten Blick einem etwas chaotischen Hafen mit äußerst vielen Verkaufsständen, jedoch empfiehlt es sich einfach zu Fuß die Insel zu erkunden und sich ein ruhiges, schönes Plätzchen zu suchen. Wer allerdings auf Palmen und Sandstrände hofft, wird auf Comino bitter enttäuscht, denn vereinfacht gesagt ist die Insel ein riesiger Felsbrocken mit äußerst karger Vegetation. Die eigentliche Schönheit Cominos muss daher wirklich selbst entdeckt werden und das kann auch für Kinder äußerst spannend werden. In zahlreichen kleineren Lagunen können mit Taucherbrille und Schnorchel enorm viele Meeresbewohner beobachtet werden, wobei sich auf der zu Gozo gerichteten Inselseite aufgrund der eher ruhigen Seelage besonders viele Jungtiere finden. Viele Jungfische suchen Lagunen auf, um dort weitgehend geschützt vor Fressfeinden aufwachsen zu können. Auf der zu Malta gerichteten Inselseite können durchaus auch größere Fische, darunter mit etwas Glück auch Thunfisch-Schwärme, beobachtet werden.


Blaue Lagune.

Auf der Gozo zugerichteten Seite Cominos finden sowohl Erwachsene als auch Kinder faszinierende Arten unter Wasser, selbst Kugelfische können gelegentlich beobachtet werden. Für den Menschen sind diese durchaus scheuen Tiere absolut harmlos, allerdings nützlich, denn zu ihrer Nahrung zählen auch die bei Urlaubern unbeliebten Seeigel. Somit sorgen die Kugelfische dafür, dass es kaum bis keine Seeigel gibt, die als schmerzhafte „Badefalle“ fungieren können. Mit etwas Glück können in tieferen Regionen selbst Rochen, oftmals Jungtiere, beobachtet werden. Das Wasser ist glasklar, so dass man auch bei Tiefen von zehn Metern und Meer den Grund beobachten kann und das kann sich durchaus lohnen, denn im Meer ist immer was los.


Blaue Lagune.

An Land können ebenfalls interessante Tierarten beobachtet werden. Comino ist insbesondere für diverse Echsenarten, Chamäleons sowie Schlangen und Vögel bekannt. Während manche kleinere Echsen besonders im Sommer dezent aufdringlich sein können, wenn Menschen irgendetwas, das Süßwasser enthält bei sich haben, halten sich alle anderen Tiere auf Distanz. Der Grund für den Besuch der Malta-Eidechse auf dem Foto ist relativ simpel: Der Durst des Tiers war so stark, dass es nach und nach die Ängste überwand, um aus Ananas-Resten trinken zu können. Nachdem der Durst gestillt ist, verschwinden die Tiere wieder in ihre Welt.


Malta-Eidechse auf Comino.

Kulturell gibt es auf Comino durchaus auch das eine oder andere zu entdecken. Beispielsweise das ehemalige Isolations-Hospital, eine ehemalige Schweine-Zucht oder stillgelegte Verteidigungsanlagen. Wem das Entdecken von Ruinen und/oder alten Gebäuden Freude bereitet, der wird nach kleinen Fußmärschen auf jeden Fall fündig. Die Insel ist nicht sonderlich groß, so dass selbst ein Rundgang absolut machbar ist. Gozo eignet sich für Urlaube übrigens ebenso perfekt wie die Hauptinsel und ist für kleines Geld mit der Fähre erreichbar. Kulturell gibt es unter anderem zahleiche Kirchen und Altstädte. Für den großen Geldbeutel hat Malta auch eine Lösung parat: Am einzigen Flughafen des Staats in Luqa (MLA) kann man sich einen Helikopter-Shuttle nach Gozo chartern, die Insel verfügt immerhin über einen Heliport in Xewkija (GZM).



Kleine Lagune auf Comino.

Busnetz und Hotel-Transfers bestens organisiert und dazu auch noch preiswert

Die Hauptstadt Valletta und die zweitgrößte Stadt Sliema bieten ein umfangreiches Kulturangebot, aber auch diverse Bars und Clubs, in denen gefeiert werden kann. Während das Preisniveau außerhalb dieser beiden Städte leicht unter jenem von Deutschland oder Österreich liegt, sind die Hauptstadt und Sliema exorbitant teuer. Bei der Auswahl des Hotels kann jedoch ohne Bedenken eine Unterkunft am anderen Ende der Insel gewählt werden, denn für Kultur- und Partyausflüge können die öffentlichen Linienbusse genutzt werden, die preisgünstig auf den Inseln Malta und Gozo verkehren. Tagsüber kosten im Sommer die Tickets zwei Euro pro Fahrt und in der Nacht drei Euro. Im Winter gilt der vergünstigte Preis von 1,50 Euro. Günstiger geht es allerdings mit den Prepaid-Karten, die am Flughafen und an den Busbahnhöfen am Schalter gekauft werden können. Mit der „tallinja card“ sinkt der Fahrpreis auf 75 Cent pro Fahrt, sofern die individuelle Variante gewählt wird. 12 Tageskarten kosten 15 Euro, während eine Wochenkarte (unlimitierte Fahrten) 21 Euro kostet. In der ExplorePlus Variante für 39 Euro sind zusätzlich auch diverse Eintritte und die Fähre nach Gozo unbegrenzt inklusive.


Die Hauptinsel und Gozo sind mit einer hochfrequent verkehrenden Fähre miteinander verbunden.

Um vom Flughafen zum Hotel zu kommen (oder umgekehrt) bietet sich selbstverständlich der Linienbus an, jedoch ist vielen Touristen ein Shuttletransfer lieber, gerade wenn man zum ersten Mal auf Malta Urlaub macht. Auch dafür hat sich das Tourismusministerium etwas einfallen lassen und bietet mit Malta Transfer eine günstige und absolut zuverlässige Lösung an: Für fünf Euro pro Person und Strecke fährt man Reisende vom Flughafen zum Hotel oder umgekehrt. Eine Reservierung über die Homepage des Anbieters ist empfehlenswert. Nach dem Verlassen des Sicherheitsbereichs einfach nach links gehen und beim Malta Transfer Schalter melden. Die Mitarbeiter weisen dann ein Fahrzeug zu und nach wenigen Minuten geht es los. Rund einen Tag vor der Rückfahrt besucht am Vormittag ein Mitarbeiter von Malta Transfer das Hotel und gleicht mit dem Gast die Flugzeiten ab und so wird dann der Zeitpunkt der Abholung vereinbart.


Blick auf Gozo.

Mobilität ist in Malta jedenfalls sehr wichtig, um einen wirklich tollen Urlaub erleben zu können. Ein Mietwagen ist aufgrund des extrem dichten, hochfrequenten und günstigen Busnetzes nicht erforderlich und aufgrund von Linksverkehr und schmaler Gebirgsstraßen durchaus auch nicht jedermanns Sache. So ziemlich jede Sehenswürdigkeit auf Malta und Gozo kann mit dem Linienbus erreicht werden und da die Fahrpläne auch in Google Maps eingespielt sind, muss man zuvor auch keinen „Durchblickerlehrgang“ machen.

Wunderschöner Sandstrand mit gepolsterten Liegen zum Schnäppchenpreis


Strand in Mellieha.

Sandstrände sind auf den maltesischen Inseln allerdings sehr selten, denn der Staat ist äußerst gebirgig. Dennoch gibt es in Mellieha einen sehr großen, sauberen und bestens mit Rettungsschwimmern gesicherten Sandstrand mit äußerst feinem Strand. Die Bucht ist sehr flach, so dass man weit ins Mittelmeer gehen kann. Dies ist bei Urlauben mit kleinen Kindern durchaus optimal. Strandliegen und Sonnenschirme sind in Mellieha keine Abzocke, sondern gemütliche gepolsterte sind für 7,50 Euro pro Tag für eine Person oder 12 Euro pro Tag für zwei Personen mietbar. Selbst Kreditkartenzahlung wird hierfür gerne angenommen. Wer mehrere Standtage in Mellieha verbringen möchte, kann einen kräftigen Rabatt bekommen. Einfach vor Ort gleich sagen, so dass man den günstigeren Mehrtagestarif bekommt. Die Nutzung von Umkleidekabinen, Duschen und Toiletten ist generell kostenlos. Malta legt sehr großen Wert auf die Sauberkeit der Strände und der Insel. Daher sollte etwaiger Müll stets in den Mistkübeln entsorgt werden, denn wird man beim Zurücklassen erwischt, können horrende Strafen drohen.


Ein absolutes Must-See: Die Marienstatue.

In der Nähe des Strandes von Mellieha, nur einige Busstationen entfernt, befindet sich auch die berühmte Marienstatue. Dazu muss man auch den Hintergrund wissen, dass Malta ein traditionell katholisches, aber modernes Land ist. Durchaus auch als Relikt der langen britischen Besatzung ist die Amtssprache Englisch. Im Alltag sprechen die meisten Bewohner der Inseln sowohl Englisch als auch Malti, das eine Mischung aus Italienisch und Arabisch ist, fließend. Englisch ist eindeutig die dominierende Sprache auf den Inseln, wobei die Regierung die maltesische Sprache als besonderes Kulturgut fördert.


Kraken (im Bild), Rochen, Haie und viele andere Meereslebewesen können im National Aquarium in Qwara beobachtet werden.

An besonders heißen Tagen bietet sich der Besuch des Malta National Aquarium in Qwara übrigens optimal an. Es werden zahlreiche faszinierende Meeresbewohner und Reptilien und großen Becken bzw. Gehegen geteilt. Die Anlage ist unterirdisch angelegt und angenehm klimatisiert. Für den Hunger nach dem Aquarium steht ein Restaurant mit lokaler Küche und moderaten Preisen zur Verfügung. Der Eintritt für Erwachsene kostet 13,90 Euro. Für Familien gibt es vergünstigte Konditionen. Tipp: An der Hotelrezeption oder bei Malta Transfer nach Gutscheinen fragen. Mit diesen bekommt man direkt an der Aquarium-Kassa drei Euro Rabatt pro Person. Sollten keine lagernd sein, so kann man die Gutscheine auch in den zahlreichen Tourismus-Informationsbüros abholen. Das National Aquarium ist mit dem Linienbus bestens erreichbar. Direkt nebenan befindet sich übrigens ein kleiner, aber feiner Stand mit Blick auf das Weltkriegsdenkmal. Nach Aquarium und Baden im Meer empfiehlt sich ein kleiner Spaziergang durch das schöne Qwara (Entfernung vom Aquarium aus: etwa eine Minute Gehzeit), wo zahleiche Restaurants und Geschäfte zur Verfügung stehen. Tipp: Zwischen Busbahnhof Qwara und dem National Aquarium sind entlang der Küstenstraße zahlreiche Palmen. Gut versteckt dazwischen befindet sich ein gutes und preisgünstiges Outdoor-Lokal mit tollem Blick auf das Meer und die andere Seite der Bucht. Es lohnt sich aber auch den felsigen Strand ein wenig zu erkunden, denn man kann die eine oder andere spannende Entdeckung machen. Beispielsweise finden sich in den Pfützen häufig Babyfische und junge Garnelen, deren Beobachtung sehr aufregend sein kann.

Eine weitere Besonderheit ist, dass Malta die im Vereinigten Königreich üblichen Streckdosen nutzt. Daher sollte ein Adapter mitgenommen werden oder aber vor Ort in einem Elektroladen gekauft werden, denn sonst könnte dem Smartphone bald der „Saft“ ausgehen.

Viel Trinken hilft gegen Sommerhitze

Damit sowas nicht dem eigenen Magen passiert, gibt es beispielsweise in Qwara („St. Pauls Bay“) zahlreiche Restaurants. Von der sehr empfehlenswerten maltesischen Küche über britische Pubs bis hin zu Burgerlokalen ist im Grunde alles vertreten. Besonders für Kinder sind die maltesischen Pizzen ein kleines Erlebnis, denn diese sind nicht nur lecker, sondern schmecken aufgrund lokaler Zutaten und Gewürze ein bisschen anders als die gewohnte italienische Variante. Für den Hunger und insbesondere Durst – auf den maltesischen Inseln wird es im Sommer ganz schön heiß, daher besonders für Kinder immer Getränke parat haben – oder aber einfach für Sonnencreme gibt es viele Supermärkte. Von kleinen Greißlereien über international bekannte Discounter wie Lidl bis hin zu Hypermärkten gibt es alles. Wasser ist im Sommer offensichtlich der Bestseller, weshalb dieses nicht nur günstig angeboten wird, sondern zum Teil auch in riesigen Flaschen. Ein kleiner Vorrat im Hotelzimmer oder im Rucksack auf Ausflügen ist gut angelegtes Geld, besonders wenn man Kinder dabei hat.


Das Comino-Hotel ist das einzige Hotel auf der Insel Comino.

Ein paar Spezialitäten, die man Freunden und Verwandten aus Malta mitbringen könnte, sind beispielsweise diverse Gewürze, die im Regelfall auf der Insel Gozo angebaut werden, jedoch praktisch überall erhältlich sind. Auch gibt es hochqualitatives Meersalz sowie Marmeladen und Liköre. Hierbei sind insbesondere jene, die aus Kaktusfrüchten hergestellt werden, hervorzuheben, denn dabei handelt es sich um eine absolute Spezialität. Übrigens: während der Erntezeit sind diese Früchte quasi überall erhältlich und sollten unbedingt probiert werden. Gerne kann man auch einige davon mit nach Hause nehmen, denn im Handgepäck sind sie absolut unproblematisch. Bei Marmeladen und Likören sollte man allerdings beachten, dass wenn man ohne Aufgabegepäck reist, jeder Behälter maximal 100 Milliliter haben darf und in das berühmte Sackerl passen muss. Bei Check-In-Gepäck gilt diese Beschränkung nicht, so dass durchaus auch eine 1-Liter-Flasche mitgenommen werden kann.

Preise vergleichen und Urlaub genießen

Bei der Planung eines Malta-Trips ist auf jeden Fall zu beachten, dass man bei der Auswahl des Hotels unbedingt die direkten Angebote der Hotels mit jenen der Reiseveranstalter („nur Hotel“) vergleichen sollte, denn oftmals bieten Tour Operator kurzfristig vor der Abreise ihre Restkontingente wesentlich billiger an als die Unterkünfte selbst. Das gibt auch für Schwergewichte wie Thomas Cook oder Tui, denn lieber geben diese vertraglich vereinbarte Kontingente günstiger ab als müssen sie für leerstehende Zimmer bezahlen. Ein Vergleich lohnt sich also in jedem Fall und kann viel Geld sparen, denn auf den maltesischen Inseln halten Veranstalter aus ganz Europa große Zimmerkontingente.


Kristall-Lagune in Comino.

Flüge von Deutschland, Österreich und der Schweiz aus nach Malta bieten nebst Air Malta auch Billigfluggesellschaften wie Ryanair und Wizzair sind ebenfalls tätig. Lufthansa und Condor bieten ihre Dienstleistungen beispielsweise ab Frankfurt an. Ab dem österreichischen Wien liefern sich Wizzair und Air Malta seit rund einem Jahr einen harten Wettbewerb, so dass in vielen Fällen auch kurzfristig billige Flugscheine erhältlich sind. Da alle Anbieter für die Mitnahme von Gepäck extra kassieren, kann man getrost das günstigste Ticket buchen.

Für Urlaube empfiehlt sich an dieser Stelle aber auch der Vergleich mit den Pauschalangeboten von Reiseveranstaltern. Diese können gelegentlich – müssen aber nicht – günstiger sein als eine selbst zusammengestellte Reise. Eine Veranstalterbuchung hat allerdings auch den Vorteil, dass diese gesetzlich gegen Insolvenz abgesichert ist und somit kein Risiko besteht, dass man bei Pleite von Airline, Hotel oder Reiseveranstalter ohne Geld und ohne Urlaub dasteht.


ehemalige Schweinezucht auf Comino.

Kartenzahlungen werden gern gesehen, Bargeld gibt es überall

Da Malta Vollmitglied der Europäischen Union und Schengen-Anwenderstaat ist, gibt es – sofern man aus dem Schengengebiet einreist – keinerlei Zoll- oder Passkontrollen. Auch im Falle medizinischer Notfälle werden aufgrund europäischer Abkommen die auf der Rückseite der e-Cards (in Deutschland Krankenversicherungskarte genannt) aufgedruckten EHIC akzeptiert. In kleineren Städten übernehmen die Erstversorgung niedergelassene Ärzte oder Ambulatorien, die je nach Versorgungsauftrag teilweise sogar rund um die Uhr geöffnet sind. In den „Großstädten“ stehen Krankenhäuser und Fachärzte zur Verfügung.

Auf Malta wird in Euro bezahlt, so dass lästiges und oftmals teures Geldwechseln schon lange der Vergangenheit angehört. Mit Ausnahme von Busfahrkarten direkt im Bus, nicht jedoch beim Kauf von Prepaid-Karten am Schalter, werden Debit- und Kreditkarten nahezu überall gerne genommen. Österreichische Reisende werden mit Visa und Mastercard (egal ob Credit oder Debit), Maestro und Vpay nahezu überall bezahlen können und an jedem Bankomaten, der vor Ort als ATM bezeichnet wird, Bargeld bekommen. Für Deutsche gilt dies ebenso, lediglich sollten diese vorab bei der Verwendung des nationalen Unikums „Girocard“ (vormals „EC“) bei ihrer Bank erfragen, ob das Vpay- oder Maestro-Cobranding vorhanden und freigeschaltet ist. Ist dies gecheckt, können auch Deutsche via Vpay oder Maestro bezahlen und Bargeld an den Automaten beheben. Für Visa und Mastercard (egal ob Credit odr Debit) ist die vorherige Rückfrage bei der Bank nicht erforderlich. Bankomaten gibt es auf Malta ohnehin an jeder Ecke, so dass es sich empfiehlt die mitgeführte Bargeldmenge gering zu halten. Diebstähle sind auf Malta übrigens kein relevantes Thema.


Mit dem Linienbus kann so ziemlich jeder Punkt auf Malta und Gozo preisgünstig erreicht werden.

Abschließend ist noch anzumerken, dass der Staat Malta den Tourismus bestens fördert und Interessierten mit Rat und Tat zur Seite steht. Malta Tourism und die Botschaften Interessieren gerne Auskünfte erteilen und gelegentlich erfährt man vom einen oder anderen Mitarbeiter auch einen persönlichen Geheimtipp, den man unbedingt gesehen haben muss. Alles in allem wird man von seinem Malta-Urlaub mit dem Gefühl in einem extrem gastfreundlichen Land gewesen zu sein, nach Hause reisen. Die Architektur wird womöglich noch länger in Erinnerung bleiben, denn diese ist absolut einmalig und erinnert an eine Mischung aus dem arabischen, griechischen, italienischen und britischen Raum, bei extrem alten Häusern noch mit einem leichten Kirchen-Touch.

Zum Ausklang des Urlaubs hat der Flughafen Malta, der eine Tochtergesellschaft der Flughafen Wien AG ist, ein besonders chilliges Angebot. Statt im in der Hochsaison durchaus überfüllten Sicherheitsbereich zu warten, kann man es sich auch auf einer schönen Dachterrasse gemütlich machen. Diese ist landseitig von Palmen umgeben und auf der anderen Seite bekommt man einen tollen Ausblick auf das Vorfeld geboten. Sitzplätze und Tische gibt es zur Genüge. Die Gastronomie ist sowohl im Innen- aus auch im Außenbereich in Selbstbedienung, allerdings exorbitant teuer. Es besteht kein Kaufzwang um auf der chilligen Terrasse verweilen zu können. Wer das Hard Rock Café sucht: Dieses befindet sich im Sicherheitsbereich auf der anderen Seite des Terminals...


Flughafen Malta in Luqa.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

    Special Visitors

    Vueling / EC-MYC
    Lufthansa / D-AIMI
    Lufthansa / D-AIHC
    AtlasGlobal / TC-AGL
    Plus Ultra Líneas Aéreas / EC-MFB
    Eurowings / D-ABDU
    LOT - Polish Airlines / SP-LSD

    Unsere Autoren

    Martin Metzenbauer

    Jan Gruber

    Michael Csoklich

    Robert Hartinger

    Christoph Aumüller