Deutschland: 518 Beamte durchforsten Passagierdaten

Trefferanzahl äußerst gering. Opposition kritisiert den hohen Überwachungsaufwand.

Foto: Pixabay.

In Deutschland sollen künftig 518 Beamte die aufgrund des Fluggastdatengesetztes gespeicherten Informationen systematisch auswerten. Dies lässt sich die Bundesrepublik laut einer parlamentarischen Anfragebeantwortung 8,3 Millionen Euro pro Jahr kosten.

Der Spiegel berichtet, dass Deutschland die Vorgaben der EU-Verordnung übererfüllen würde und der Nutzen laut Opposition gering wäre. In der Beantwortung an die Fraktion „Die Linke“ erklärt die Regierung, dass zwischen 29. August 2018 und 31. März 2019 insgesamt 1,2 Millionen PNR-Datensätze gesammelt wurden. Dabei habe es 95.000 „technische Treffer“ gegeben, wobei sich nach manueller Auswertung nur noch 277 Fälle fanden, die an die Bundespolizei gemeldet wurden. Ob es dann zur Verhaftungen gekommen ist oder nicht, wurde nicht beantwortet.

Autor: René Steuer
Redakteur
René ist seit Oktober 2018 für Aviation Net tätig und bringt frischen Elan in die Redaktion.

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