Deutsche Regierung kündigt Niki-Grounding an

Konsortium Thomas Cook/Condor/Niki Lauda könnte für 1 Euro übernehmen.

Airbus A321 (Foto: www.AirTeamImages.com).

Die Deutsche Bundesregierung geht aufgrund des gescheiterten Verkaufs der österreichischen Ferienfluggesellschaft Niki an Lufthansa davon aus, dass der Carrier nicht mehr lange überleben wird. Diverse Medien berichten allerdings auch davon, dass sich das Konsortium Thomas Cook/Condor/Niki Lauda nochmals um den Erwerb von Niki bemühen soll.

Geschrieben wird in Deutschland unter anderem, dass der Kaufpreis angeblich nun einen symbolischen Euro betragen könnte, was der Tatsache geschuldet sein könnte, dass die A321-Flotte längst unter den Fittichen der Lufthansa ist und möglicherweise eine Airline ohne Flugzeuge bei den Air-Berlin-Insolvenzverwaltern im Angebot ist. Allerdings: die 14 Tuifly-Jets dürfte Niki dem Vernehmen nach weiterhin wie ein Klotz am Bein haben, was jedoch in der aktuellen Situation durchaus ein Joker sein könnte, weil zumindest mit diesen Jets ein eventueller Käufer den Flugbetrieb aufrecht erhalten könnte.

Wenn schon Lufthansa die heimische Niki nicht bekommt, dann soll sie niemand haben. So könnte man das Statement, das ein deutscher Regierungssprecher abgelassen hat, durchaus interpretieren. Wie berichtet wird der deutsche Steuerzahler nach aktuellem Informationsstand für den Überbrückungskredit in der Höhe von 150 Millionen Euro aufkommen müssen.

Steffen Seibert, Sprecher der deutschen Bundesregierung sagte am Mittwoch: "Alternative Käufer für Niki standen und stehen bis heute nicht zur Verfügung, trotz allerlei öffentlicher Ankündigungen und intensiven Bemühens des Generalbevollmächtigten von Air Berlin. Insolvenz und Grounding von Niki sind jetzt die Folge." Die deutsche Bundesregierung geht mit diesem Statement also davon aus, dass Niki nun endgültig am Ende ist. Beachtlich dabei ist lediglich, dass der deutsche Regierungssprecher offenbar schon mehr weiß und sagt als die Niki-Geschäftsführung.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Austrian Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan ist studierter Theater-, Film- und Medienwissenschaftler und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Austrian Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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