Delta, Air France-KLM und Virgin rücken näher zusammen

Delta übernimmt 10 Prozent von Air France-KLM. Die französisch-niederländische Gruppe beteiligt sich ihrerseits mit 31 Prozent an Virgin Atlantic.

Delta, Virgin & Co arbeiten im Transatlantik-Verkehr stärker zusammen (Foto: Delta Air Lines).

Bei der britischen Virgin Atlantic Airways wird die Eigentümerstruktur von Grund auf verändert: Air France-KLM übernimmt 31 Prozent der Anteile von der Holdinggesellschaft Virgin Group. Der Kaufpreis für die Transaktion wird mit 220 Millionen Britischen Pfund (ca. 246 Millionen Euro) angegeben. Vorbehaltlich diverser Genehmigungen wird künftig neben der französisch-niederländischen Gruppe Delta 49 Prozent und die Virgin Group nur noch 20 Prozent der Anteile an dem Langstrecken-Carrier halten. Abgesehen davon hat Delta bekannt gegeben, zehn Prozent der Anteile an der Air-France-KLM Group zu übernehmen. Der Kaufpreis dafür beträgt 375 Millionen Euro.

Interessant werden diese Verflechtungen vor allem hinsichtlich des Transatlantik-Verkehrs, wo das bestehende Joint Venture - zu dem auch Alitalia zählt - derzeit täglich rund 300 Flüge anbietet. Gegründet wurde dieses mit Air-France-KLM im Jahr 2009, im Folgejahr ist dann Alitalia dazugekommen. 2012 folgte Virgin Atlantic gemeinsam mit der Übernahme von 49 Prozent der Anteile durch Delta. Das Joint Venture ist in erster Linie auf den Hubs Amsterdam, Atlanta, Boston, Cincinnati, Detroit, Los Angeles, London Heathrow, Minneapolis-St Paul, New York-JFK, Paris-CDG, Salt Lake City und Seattle vertreten.

Durch die künftig weiter intensivierte Partnerschaft sollen Passagiere von besser abgestimmten Flugplänen, konkurrenzfähigeren Preisen sowie verbesserten Möglichkeiten beim Meilensammeln und -ausgeben profitieren. In manchen Hubs soll auch die Abfertigung der diversen Airlines zusammengelegt werden, um die Umsteigezeiten zu optimieren. Darüber hinaus soll es auch bei der Betreuung der Premiumpassagiere bzw. in den Lounges eine verstärkte Form der Zusammenarbeit geben.

In Konkurrenz zu Delta & Co stehen die beiden anderen großen transatlantischen Joint Ventures rund um Lufthansa (mit United, Austrian Airlines, Swiss, Brussels Airlines und Air Canada) einerseits und British Airways (mit American, Iberia und Finnair) andererseits. Auch in anderen Regionen erfreuen sich solche Arten der Zusammenarbeit zunehmender Beliebtheit - beispielsweise im Verkehr zwischen Europa und China.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Austrian Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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