Darwin Airline verliert Betriebsbewilligung

Alle Flüge gestrichen.

Saab 2000 (Foto: Jan Gruber).

Nachdem die Tessiner Regionalfluggesellschaft Darwin Airline am Montag bei Gericht den Antrag auf Nachlassstundung einreichen musste, zog nun das schweizerische Bundesamt für Zivilluftfahrt den sprichwörtlichen Strecker heraus: Darwin wurde mit sofortiger Wirkung die Betriebsbewilligung entzogen. 

Das bedeutet, dass die komplette Flotte der insolventen Regionalfluggesellschaft auf dem Boden bleiben muss und nicht mehr zur Durchführung von kommerziellen Flügen befugt ist. Eine solche Zulassung kann durchaus wiedererlangt werden, jedoch muss dazu ein Nachweis über eine ausreichende finanzielle Leistungsfähigkeit erbracht werden, was sich angesichts der Nachlassstundung äußerst schwierig gestalten dürfte. Sämtliche Flüge von Darwin Airline wurden angesichts der entzogenen Betriebsbewilligung zwischenzeitlich gestrichen.

Reisende, die Flüge mit Darwin gebucht haben, sollten sich unverzüglich sowohl mit der Fluggesellschaft in Verbindung setzen als auch auf eigene Faust nach alternativen Reisemöglichkeiten, beispielsweise mit der SBB oder anderen Airlines umsehen. Aufgrund der Insolvenz von Darwin Airline ist hochwahrscheinlich, dass weder die Tickets erstattet werden können, noch Ausgleichszahlungen nach EU-Richtlinien ausbezahlt werden können und erst recht nicht die Aufwendungen für eigenorganisierte Ersatzbeförderungen ersetzt werden können.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan interessiert sich seit seiner Kindheit für die Luftfahrt und ist seit 2012 Mitglied der Redaktion von Austrian Aviation Net. Sein Spezialbereich ist die Regionalluftfahrt.

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