Brasilien: Kein Veto gegen Boeing/Embraer-Joint-Venture

Öffentlichkeit wurde von Präsident Jair Bolsonaro via Twitter informiert.

Embraer 170 (Foto: www.AirTeamImages.com).

Über den Social-Media-Dienst Twitter teilte Brasiliens Staatspräsident Jair Bolsonaro grünes Licht für den geplanten Boeing/Embraer-Deal mit. Seite Regierung verzichtet auf ein theoretisch mögliches Veto, da der Staat eine so genannte "goldene Aktie" am brasilianischen Flugzeugbauer hält.

Damit ist die größte Hürde, die Boeing für die milliardenschwere Übernahme des Verkehrsflugzeug- und Servicegeschäfts von Embraer bewältigen muss, genommen. Die U.S.-Amerikaner und die Brasilianer planen ein Jount-Venture, an dem Boeing 80 Prozent halten soll während die verbleibenden Anteile bei Embraer angesiedelt sind. Der U.S.-Flugzeugbauer will vier für 4,2 Milliarden U.S.-Dollar auf den Tisch legen.

Beide Konzerne rechnen damit, dass die Transaktion im Laufe des Jahres 2019 abgeschlossen werden kann. Zuvor muss jedoch die Zustimmung diverser anderer Aktionäre und Behörden eingeholt werden. Da der Staat Brasilien auf ein mögliches Veto verzichtet, gilt ein positives Closing als wahrscheinlich.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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