Austrian Birthday Party: Standing Ovations und Schwarzer Humor

Die AUA feierte mit 2.500 Gästen ihren Sechziger.

Einer der Stars des Abends: Sibanye (Fotos: Martin Metzenbauer).

Eine runde Sache, so ein runder Geburtstag: Austrian Airlines wurde 60 Jahre alt - und feierte sich selbst im Rahmen einer großen Birthday Party im AUA-Hangar am Flughafen Wien-Schwechat. Mitarbeiter, Kunden, Partner, Freunde, Presse und Politik waren geladen - rund 2.500 Gäste fanden sich auf eigens aufgebauten Tribünen ein. Stargast des Abends war die Neuanschaffung namens „Sibanye“ - also die sechste Boeing 777 in der neuen Bemalung.

Die Stimmung war also gut - nicht zuletzt aufgrund der Moderation von „Weckermann“ Robert Kratky, der sich zu mancher gelungener Doppelconference mit seinem Namensvetter Kay Kratky hinreißen ließ. Letzterer hat mittlerweile nicht nur seinen Zweitwohnsitz in Österreich, sondern auch bereits den heimischen - für Deutsche mitunter schwer verdaulichen - Humor übernommen. Ob damit sein ebenfalls anwesender Nachfolger Alexis von Hoensbroech gut zurechtkommen wird, sei noch dahingestellt. Dieser erklärte zumindest, wie man seinen ungewohnten Namen korrekt ausspricht. Hunsbruch nämlich.

Indessen leicht humorvoll reagierte Lufthansa-Oberboss Carsten Spohr auf den Einwurf von Bundeskanzler Sebastian Kurz, dass er sich ein „ordentliches Investment“ wünsche und die Zahl 100 doch ein schöner, runder Wert für die künftige Flottengröße wäre. „Vielleicht zum hundertsten Geburtstag“, so Zahlenmensch Spohr. Derzeit steht man übrigens bei 83 Maschinen. Nicht so schnell dürfte übrigens die Langstreckenflotte wachsen oder adaptiert werden - leicht enttäuscht zeigte sich so mancher Besucher darüber, dass der Lufthansa-CEO den Rollover weiter auf die lange Bank schiebt. Darüber konnte auch die glänzende „Sibanye“ nicht hinwegtäuschen.

Robert Kratky vermochte die 2.500 Gäste gut zu unterhalten - Namensvetter Kay Kratky war humoristisch ebenfalls gut drauf.

Standing Ovations gab es hingegen für Maria Jakl und Ilse Olsen - zwei ehemalige Flugbegleiterinnen, die seinerzeit beim AUA-Erstflug nach London mit an Bord waren. Beide sind noch immer Feuer und Flamme für „ihre“ Austrian Airlines. Begeisterung für die AUA zeigte sich auch beim scheidenden CEO Kay Kratky: „Lufthansa hat zwar mehr und größere Flugzeuge, Austrian dafür den charmanteren Service und das bessere Essen.“ Ob dieses Statement Carsten Spohr „geschmeckt“ hat, sei dahingestellt. Bald-Pensionär Kratky dürfte das herzlich egal sein.

Auch dem guten Zweck - nämlich der Unterstützung südafrikanischer Kinder - wurde im Zuge der Veranstaltung gehuldigt: So wurde ein Exemplar eines auf 60 Stück limitierten Breitling-Chronographen um 10.000 Euro von Porr-CEO Karl-Heinz Strauss ersteigert. Zwei Business-Class-Tickets nach Kapstadt und zurück gingen um großzügige 8.000 Euro an PR-Mann und Verleger Wolfgang Rosam. Der schwarzhumorige Nachsatz von Kay Kratky dazu: „Die Tickets könnten auch bald Sammlerwert haben. Wer weiß, wie lange wir dorthin fliegen.“

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Austrian Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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