Austrian Airlines: Zukunftspläne für die Langstreckenflotte

Finanzvorstand Heinz Lachinger findet Boeing 777 "sehr charmant".

Boeing 777 in Los Angeles (Foto: Amir Aghamiri / Austrian Airlines).

Den positiven Schwung will die AUA jedenfalls jetzt nutzen und weiter investieren. Noch heuer wird begonnen, die neue Premium Economy in der 767 und 777 Flotte zu installieren. Das Produkt "wird so gut angenommen", dass es sich sogar auszahlt, es noch im Auslaufmodell 767 einzubauen, sagte Heinz Lachinger, Finanzvorstand bei Austrian, vor Journalisten in Los Angeles. 15 Millionen Euro werden dafür in die Hand genommen. 

Die ausgebauten Business-Class-Sitze werden in die neue - sechste Boeing - 777 eingebaut, die ab dem Sommerflugplan 2018 im Einsatz sein soll. 60 Millionen Euro kostet das zusätzliche gebrauchte Flugzeug inklusive der Umrüstungskosten. Noch im Herbst soll entschieden werden, welche Destination von diesem Flugzeug bedient werden soll. Diese werde in "Nordamerika, Asien oder Afrika liegen", erklärte Lachinger und hält sich damit viele Optionen offen.


Heinz Lachinger ist Chief Financial Officer der Austrian Airlines AG (Foto: Michael Csoklich).

Ebenfalls im Herbst wird entschieden, durch welchen Flugzeugtyp die 767-Flotte ersetzt wird. Diese wird ab 2020 ihre wirtschaftliche Lebensgrenze erreicht haben. Je nach dem, ob und welche neuen Flugzeuge gekauft oder ob doch gebrauchte angeschafft werden, handelt es sich um Investitionen zwischen einer und zwei Milliarden Euro. Entschieden wird das im Konzern in Frankfurt, auch abhängig von den weiteren Ergebnissen der AUA.

"Als jemand, der die Bilanz von Austrian gut kennt, finde ich die Boeing 777 sehr charmant", sagte Lachinger in Anspielung auf die Effizienz dieses Flugzeugs. Eines steht für Lachinger fest: "Wir werden die wiedergewonnene Investitionsfähigkeit der AUA nicht leichtfertig aufs Spiel setzen."

Autor: Michael Csoklich
Autor
Michael Csoklich ist einer der bekanntesten Wirtschaftsjournalisten Österreichs und leitete über viele Jahre das Ressort Wirtschaft im ORF Radio. Seit 2015 leitet er den LG für Wirtschaftsjournalismus in Krems, ist Moderator, Querdenker und arbeitet als freier Journalist für die Kleine Zeitung. Und seit 2016 schreibt er als Luftfahrtspezialist auf Austrian Aviation Net insbesondere über Spezialthemen.

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