Austrian Airlines: Wie sieht die Premium Economy Class aus?

Bis Sommer 2018 sollen alle Langstreckenmaschinen der AUA umgerüstet sein - Austrian Aviation Net konnte bereits jetzt erste Einblicke gewinnen und Details erfahren.

Der Premium Economy Sitz von Austrian Airlines (Foto: Austrian Airlines).

Wie bereits im September des Vorjahres berichtet, wird Austrian Airlines sowohl in die Boeing 767 als auch in die 777 eine Premium Economy Class einbauen. Jetzt wurden weitere Details zu dieser Zwischenklasse - die nach jetzigem Stand preislich beispielsweise bei Flügen nach Bangkok um rund 400 Euro über der Eco liegen wird - bekannt gegeben.

So wird das speziell für die Premium Economy Class entworfenen Modell "PC01 ZIMmagic" des deutschen Herstellers ZIM als Sitz verwendet. Dieser kommt bereits seit 2014 bei Lufthansa zum Einsatz, aber auch Eurowings und Singapore Airlines haben sich für dieses Modell entschieden. Insgesamt benötigt die AUA für ihre Flotte mehr als 250 Exemplare.

Der Sitz mit zurückgekippter Rückenlehne. Ein solcher Recline ist bei anderen Premium-Economy-Produkten nicht selbstverständlich (Foto: Austrian Airlines).

In die Boeing 767-300 werden bei Austrian insgesamt 18 Sitze in der Premium Economy eingebaut - und zwar in drei Reihen mit einer 2-2-2-Konfiguration (in der normalen Eco sind es hier sieben Sitze in 2-3-2-Bestuhlung). Bei der größeren und breiteren Boeing 777-200 wird man in der Premium Economy ebenfalls drei Reihen finden - hier aber mit einer 2-4-2-Sitzanordnung. Die Standard-Eco ist in der 777 mit zehn Sitzen pro Reihe (3-4-3) ausgestattet. Nach derzeitigem Stand soll die Kabine mit einer Wand und nicht - wie bei anderen Airlines oft üblich - nur über Divider abgetrennt sein.

Die Sitze werden mit einem Abstand von 38 Zoll (rund 97cm) eingebaut. Sie sollen etwa 48cm breit sein, der maximale Neigungswinkel der Lehnen wird neun Grad betragen. Die Monitore werden mit 12 Zoll (rund 30cm) Bildschirmdiagonale größer sein als in der Eco mit 9 Zoll (rund 23cm). Für mobile Endgeräte und Laptops wird es entsprechende Steckdosen geben. Der Umbau startet im Herbst 2017 und soll bis zum Sommerflugplan 2018 abgeschlossen sein, die Flugzeuge werden dafür jeweils rund eine Woche Standzeit benötigen.

Rückseite des Premium Economy Sitzes (Foto: Austrian Airlines).

Nach dem was man bisher über die neue Premium Economy Class von Austrian weiß, dürfte sie sich im Vergleich zu den vielen anderen Airlines, die mittlerweile auf diese Klasse setzen, gut behaupten.  Einen Recliner-Seat beispielsweise bieten bei weitem nicht alle Airlines an. Und mit 38 Zoll Sitzabstand befindet man sich auch im guten Mittelfeld.

Aber natürlich reduziert sich das Produkt nicht nur auf den Sitz selbst - auch das "Rundherum" spielt eine gewisse Rolle. Abgesehen von der bekannten "Austrian Freundlichkeit" könnte die AUA hier auch mit entsprechenden kulinarischen Produkten oder netten Amenity Kits punkten. Letztere Themen sind freilich noch in der Entwicklung - die breite Ausrüstung der Flugzeuge mit der Premium Eco wird ja erst nächstes Jahr abgeschlossen sein.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Austrian Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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