Austrian Airlines verschiebt Widebody-Entscheidung

Entscheidung von Standortvariablen wie Senkung der Flugabgabe abhängig.

Die älteste Boeing 767 der AUA ist bereits 25 Jahre alt (Foto: Martin Metzenbauer).

An sich wollte der Austrian-Airlines-Vorstand bis Jahresende die Entscheidung hinsichtlich der Nachfolge der in die Jahre gekommenen Langstreckenflotte bekannt geben - daraus wird nun doch nichts, wie AUA-Sprecher Peter Thier gegenüber Austrian Aviation Net erklärte. Das Thema stehe allerdings weiterhin auf der Agenda - wann eine Entscheidung getroffen wird, ist noch offen.

"Da es sich dabei um eine Milliarden-Investition handelt, wollen wir dem Thema die nötige Zeit geben und alle Variablen prüfen. Eine dieser Variablen sind die Standortbedingungen - Stichwort Ticketsteuer", erklärte Thier gegenüber unserer Redaktion. "Das bedeutet, dass eine Senkung sicher positive Effekte auf die Langstreckenplanung der AUA haben würde."

Ob und wann es zu einer solchen Senkung der umstrittenen Flugabgabe kommen wird, ist derzeit noch offen. Nachdem im November eine solche bereits angekündigt worden war, passierte sie überraschend den Ministerrat nicht. Wie eine Sprecherin von Finanzminister Hans Jörg Schelling gegenüber Austrian Aviation Net erklärte, hätte man dieses Thema laut dem Plan des Ministers "schon längst erledigen" können. Gescheitert sei die Senkung an der fehlenden Zustimmung der SPÖ. Bundeskanzler Christian Kern hätte weitere Analysen gefordert. "Wir wissen nicht, was damit gemeint ist", so die Sprecherin von Finanzminister Schelling.

Laut orf.at erklärte Kanzleramtsminister Thomas Drozda (SPÖ), dass das Thema Ticketsteuer noch im ersten Quartal 2017 zu einem Abschluss kommen soll. Komplexer wurde die Diskussion zuletzt dadurch, dass sich die Gewerkschaft vida mit der Forderung eingebracht hat, im Zuge der Senkung der Flugabgabe einen Teil der Ersparnisse in einen Sozial- und Weiterbildungsfonds fließen zu lassen.

Eine Entscheidung hinsichtlich des Flotten-Rollovers bei den AUA-Widebodies muss jedenfalls - Flugabgabe hin oder her - in näherer Zukunft gefällt werden. Beim Durchschnittsalter der Flugzeuge bewegt man sich mittlerweile jenseits der 15 Jahre (Boeing 777) bzw. 20 Jahre (Boeing 767). Als Nachfolgemuster kommen unter anderem die Boeing 777 sowie der Airbus A330 und A350 in Frage.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Austrian Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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