Austrian Airlines: Einigung auf Kollektivvertrag

Ab 1. Dezember 2014 neuer Kollektivvertrag, ab 1. März 2015 Flugbetrieb an Austrian Airlines.

Letztes Update am 08.10.2014 um 13:45 Uhr.

Demnächst soll nicht nur die "best crew" sondern auch wieder ein Kollektivvertrag mitfliegen.

Lange hat es gedauert - jetzt haben sich die Chefetagen von AUA und der Betriebstochter Tyrolean auf der einen und die Belegschaftsvertreter auf der anderen Seite letztlich doch geeinigt: Die kollektivvertragslose Zeit für die rund 3.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des fliegenden Personals von rund zwei Jahren bei der heimischen Lufthansa-Tochter wird demnächst zu Ende sein.

Konkret soll ab 1. Dezember 2014 der neue Kollektivvertrag (KV) umgesetzt werden, an der genauen Textierung wird bis Ende Oktober gearbeitet. Über Details wurde weitgehend Stillschweigen vereinbart. Allerdings wurden Sonderabfertigungszahlen vereinbart - die genaue Höhe bzw. wer diese Zahlungen erhält, wird allerdings ebenfalls noch nicht kommuniziert. AUA-CFO Heinz Lachinger erklärte im Rahmen einer Telefonkonferenz, dass es sich um ein finanzielles Volumen handelt, das Austrian selbst stemmen kann.

Das Eckpunktepapier wurde in den letzten Tagen im Rahmen von laut Austrian-Chef Jaan Albrecht "harten, fairen und konstruktiven Gesprächen" fertig ausgehandelt, vom Betriebsrat unterschrieben und vom Aufsichtsrat abgesegnet. Dass Austrian zur Billigairline werde, schrumpfe oder die Langstrecke verliere, stehe damit nicht mehr zur Diskussion, erklärte der AUA-CEO. Laut Albrecht habe sich Lufthansa-Vorstandsvorsitzender Carsten Spohr erst am Dienstag wieder zur AUA als Qualitätsairline am Standort Wien bekannt.

Im Gegensatz zur Konzernmutter Lufthansa konnte sich die AUA jetzt mit allen Belegschaftsvertretungen einigen (Foto: Martin Metzenbauer).

Mit dieser Einigung und der nunmehrigen Rechtssicherheit könne man laut Albrecht wieder an Investitionen denken - beispielsweise im Bereich der Mittel- und Langstrecke. Angedacht wird auch ein neuer Markenauftritt und ein neues Europaprodukt. Insgesamt soll rund eine Milliarde Euro investiert werden.

Was mit der Tyrolean Airways Tiroler Luftfahrt GmbH weiter gesehen wird, steht derzeit noch in den Sternen. Das Unternehmen geht ja über den reinen Flugbetrieb hinaus - beispielsweise bei der Technik. Diese Teilbereiche könnten laut Heinz Lachinger Tyrolean letztlich ebenfalls in Austrian integriert werden. Am Technikstandort Innsbruck soll derzeit jedenfalls nicht gerüttelt werden - ganz im Gegenteil: Durch die zusätzlichen Dash-Flugzeuge wird dieser gestärkt.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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