Aus Travel Service wird Smartwings Group

Umflottung von Airbus auf Boeing bei Tochterairline CSA wird im kommenden Jahr eingeleitet.

Boeing 737 (Foto: www.AirTeamImages.com).

Bei der tschechischen Travel Service stehen in den nächsten Monaten einige grundlegende Änderungen an, denn der Konzern wird künftig als "Smartwings Group" auftreten. Bislang nutzt man im Einzelplatzverkauf die Marken CSA Czech Airlines (Tochtergesellschaft) und Smartwings, während man im Chartergeschäft als Travel Service auftritt.

Auch wird bei CSA die erwartete Umflottung von Airbus auf Boeing eingeleitet, denn fünf von acht A319 werden ab Jänner 2019 für Eurowings eingesetzt werden. Wie ein Sprecher gegenüber einem lokalen Medium bestätigte soll die Laufzeit der ACMI-Vereinbarung mit der deutschen Billigfluggesellschaft zwischen 12 und 18 Monaten liegen. Die Jets werden anschließend nicht mehr im CSA-Streckennetz fliegen, sondern an die Lessoren zurückgegeben werden. Die verbliebenen drei Einheiten werden ebenfalls mit Ablauf der Leasinglaufzeiten retourniert. Als Ersatz für diese Maschinen sollen Boeing 737-800 eingeflottet werden. Der Wetlease-Deal mit Eurowings ist grundsätzlich längerfristig angelegt. Wie Austrian Aviation Net berichtete befindet sich CSA dazu auf intensiver Personalsuche.

Smartwings war bislang nur eine Marke von CSA-Eigentümerin Travel Service, die insbesondere im touristischen Einzelplatzverkauf genutzt wurde. Auch tragen zahlreiche Boeing 737-800 der Travel-Service-Fluggesellschaften die Smartwings-Livery. Wie der Konzern mitteilte, steht eine Umbenennung auf "Smartwings Group" unmittelbar bevor. Auch sämtliche Tochterairlines - mit Ausnahme von CSA, die weiterhin den traditionsreichen Namen nutzen wird, werden Travel Service ablegen und künftig als Smartwings auftreten.

Travel Service ist die größte Fluggesellschaft in der Tschechischen Republik. Im Heimatland verfügt man über zwei Flugbetriebe: Travel Service und CSA Czech Airlines. In Ungarn, der Slowakei und Polen unterhält man jeweils Tochtergesellschaften mit jeweils eigenem AOC und jeweils eigener Betriebsbewilligung. Mit Ausnahme von CSA betreibt man konzernweit eine reine Boeing-737-Flotte. Auch CSA soll langfristig mit Maschinen des U.S.-amerikanischen Herstellers fliegen, wobei die Turbopropflotte davon ausgenommen ist.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Austrian Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan ist studierter Theater-, Film- und Medienwissenschaftler und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Austrian Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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