AUA: Neue Destination, zusätzliche Flugzeuge

Mauritius wird ab Herbst 2015 angeflogen. Zwei zusätzliche Langstreckenmaschinen 2016 und 2017. Fokker-Ersatz soll Anfang 2015 entschieden werden.

Statt auf der Bremse zu stehen, möchte die AUA nach dem erfolgreichen Abschluss der KV-Verhandlungen wieder Gas geben - unter anderem sollen bis 2017 zwei weitere Langstreckenflugzeuge in die Flotte übernommen werden (Foto: Martin Metzenbauer).

Nachdem sich Belegschaft und Managament nach langen Querelen endlich auf einen neuen Kollektivvertrag einigen konnten, sind die Augen bei Austrian Airlines wieder etwas optimistischer in die Zukunft gerichtet. Ein fröhlich gelaunter Jaan Albrecht erzählte im Rahmen eines Pressedinners Donnerstagabend gemeinsam mit seinem neuen Kollegen Andreas Otto von den Plänen für die nähere und mittlere Zukunft.

So wird es - nach den diversen neuen und aufgestockten Nordamerika-Routen - im kommenden Winterflugplan 2015/16 ab Wien eine neue Langstreckendestination geben: Einmal pro Woche wird eine Boeing 767 - die sonst zu dieser Zeit am Boden stehen würde - zwischen Wien und Mauritius fliegen. Ganz neu ist die Destination freilich nicht: Lauda Air steuerte die beliebte Warmwasserdestination früher bereits an.

Apropos Langstrecke: Ab dem Jahr 2020 möchte man die zu diesem Zeitpunkt schon etwas in die Jahre gekommenen Boeing-Flotten ersetzen. Vorher sollen aber zumindest zwei zusätzliche Flugzeuge der Typen Boeing 767 und/oder 777 im Interkontinentalverkehr unterwegs sein. Die eine Maschine soll 2016, das andere 2017 ausgeliefert werden. Mit ihnen möchte man neue Destinationen - am ehesten in Nordamerika und Fernost - entwickeln. Ein anderes - dringlicheres - Flottenproblem soll bereits Anfang 2015 entschieden werden: Bis dahin soll die Typenentscheidung für den Ersatz der Fokker-Flugzeuge getroffen werden.

Der Fokus bei Austrian wird laut Albrecht in den nächsten Jahren klar auf der Langstrecke liegen: Dort wolle man sich eher über dem Markt, im Europaverkehr nur mit oder sogar unter dem Markt entwickeln. Der Ost-West-Fokus soll dabei weiter beibehalten werden. Neben dem eigenen Auf- und Ausbau des Langstreckenverkehrs möchte man aber zusätzliche Star-Alliance-Carrier nach Wien bekommen.

Die Rolle der AUA innerhalb des Lufthansa-Konzerns wird in der nächsten Zeit ebenfalls weiter evaluiert - und hängt sicher auch von den Verhandlungen zwischen Gewerkschaft und Managament ab. Durch die nunmehr im Konzernvergleich sehr niedrige Kostenstruktur könnte man - entweder im Rahmen des Wings-Konzeptes oder anderwertig - Dienste übernehmen. Derzeit macht man dies schon im kleinen Rahmen: Insgesamt sieben Dash-Flugzeuge sind für Swiss, Lufthansa (ab Innsbruck und Salzburg) und Brussels Airlines unterwegs. Ein Angebot, das offenbar ausbaufähig ist.

Produktseitig möchte man die angekündigten Neuerungen im Europaverkehr einführen - wobei allerdings derzeit weder ein Zeitplan noch weitere Details kommuniziert werden. Die Vorgaben sind dabei nicht einfach - Chief Commercial Officer Andreas Otto will auf der einen Seite "in drei Jahren Europas 'most desired airline'" werden - allerdings müsse man "in den nächsten Jahren unbedingt viel Geld verdienen". Darauf, wie die AUA diesen Spagat produktseitig bewerkstelligen wird, darf man jedenfalls gespannt sein.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Austrian Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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