AUA mit schwarzer Null im Halbjahresergebnis

Im Gesamtjahr erwartet sich Austrian CFO Wolfgang Jani ein Ergebnis unter Vorjahresniveau.

Foto: Austrian Airlines / Daniel Egger

Zehn Prozent Passagierplus im ersten Halbjahr bei Austrian Airlines - trotzdem konnte der wichtigste österreichische Carrier bei den Finanzzahlen keine echten Luftsprünge verzeichnen. Zwar ist der Umsatz im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2017 um 4,3 Prozent gestiegen, das Betriebsergebnis (EBIT) blieb mit einer Million Euro (nach acht Millionen Euro im Vergleichszeitraum 2017) gerade einmal über Null. Einen Trend nach oben gibt es aber trotzdem: Nach den eher mageren Monaten Jänner bis März (mit einem EBIT von minus 67 nach minus 55 Millionen Euro 2017) konnte das EBIT im zweiten Quartal immerhin von 63 auf 68 Millionen Euro gesteigert werden.

Die Ursache für den Ergebnisrückgang sieht man bei Austrian Airlines in erste Linie in zwei Faktoren - einerseits in den höheren Kerosinkosten, andererseits im vermehrten Aufwand für Flugunregelmäßigkeiten durch Gewitter, Luftraumbeschränkungen, sowie die Betriebsversammlungen im März 2018. Austrian Airlines CFO Wolfgang Jani ist trotzdem positiv eingestellt: "Trotz erhöhter Kerosinkosten konnten wir das schlechte Winterquartal durch die gestiegene Nachfrage kompensieren. Vor allem im Europa- und Ferienfluggeschäft spüren wir frischen Aufwind."

Für das Gesamtjahr dämpft die AUA allerdings zu große Erwartungen hinsichtlich des Finanzergebnisses: "Das zweite Quartal, und hier vor allem der Monat Juni, hat uns wieder zurück auf Kurs gebracht. Wir können die Ergebnisprognose auf deutlich positiv belassen, erwarten allerdings ein Ergebnis unter Vorjahr", erklärte Wolfgang Jani. Im Gesamtjahr 2017 lag das EBIT bei 101 Millionen Euro und das Adjusted EBIT bei 94 Millionen Euro.

In der gesamten Lufthansa Group war übrigens Swiss der Klassenprimus: Die Schweizer konnten im ersten Halbjahr das EBIT um 55 Prozent auf 294 Millionen Euro steigern, bei Lufthansa Passage kletterte es um 21 Prozent auf 660 Millionen Euro. Weniger glücklich dürfte man in der Lufthansa Chefetage mit den Point-to-Point-Airlines (Eurowings, Brussels Airlines und anteilsmäßig SunExpress) sein: Hier sank das EBIT von minus 77 auf minus 199 Millionen Euro.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Austrian Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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