AUA: Mehr Passagiere, weniger Gewinn

Rückgang um 14 Prozent im Jahresvergleich. - Teurer Sprit macht sich bemerkbar.

Airbus A320 in Retro-Lackierung (Foto: Thomas Ramgraber).

Bei Austrian Airlines AG machen sich Flugunregelmäßigkeiten, aber auch gestiegene Treibstoffkosten deutlich in den jüngsten Quartalszahlen bemerkbar. Das Unternehmen muss - im direkten Vergleich mit dem dritten Quartal des Vorjahres - einen Ergebnisrückgang um 14 Prozent melden. Das Adjusted-Ebit wird mit 86 Millionen Euro kommuniziert.

Austrian Airlines schreibt dazu, dass insbesondere gestiegene Kosten für Kerosin, aber auch den erhöhten Aufwand aufgrund von Flugunregelmäßigkeiten das Ergebnis negativ beeinflusst hätten. Gleichzeitig konnte man allerdings die Anzahl der Reisenden um acht Prozent auf 10,6 Millionen Fluggäste steigern. Die Mehrausgaben für Treibstoff beziffert das Unternehmen mit 38 Millionen Euro, d.h. eine Steigerung um 13 Prozent auf 331 Millionen Euro.

Die Umsatzerlöse sind in den ersten neun Monaten nach der Anwendung der Regelung von IFRS 15 rechnerisch um acht Prozent auf 1.665 Millionen Euro gesunken, ebenso die Gesamterlöse, die um neun Prozent auf 1.729 Millionen Euro gesunken sind. Bereinigt um den Effekt konnten Umsatz aber um fünf und die Gesamterlöse um drei Prozent gesteigert werden. Die betrieblichen Aufwendungen sind um neun Prozent auf 1.643 Millionen Euro gesunken, bereinigt um den IFRS 15 Effekt um vier Prozent gestiegen.

Das Adjusted-Ebit, in dem unter anderem Bewertungsgewinne aus Flugzeugverkäufen abgezogen werden, hat nach drei Quartalen 86 Millionen Euro betragen und ist damit um 14 Prozent oder 14 Millionen Euro gesunken (2017: 100 Mio. Euro). Das Ebit ist bei 92 Millionen Euro gelegen (2017: 106 Millionen Euro).

"Trotz erhöhter Kerosinkosten und Luftraumbeschränkungen haben wir im Sommerquartal einen guten Ergebnisauftrieb gehabt", erklärt AUA-Finanzchef Wolfgang Jani. Austrian Airlines rechnet damit, im Gesamtjahr 2018 erneut den Passagierrekord zu brechen und über die 13 Millionen Marke zu kommen.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Austrian Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan ist studierter Theater-, Film- und Medienwissenschaftler und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Austrian Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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