AUA: Kritik an Crewbase-Schließungen

Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser und Gewerkschaft Vida nahmen Stellung.

Die Crew-Basis in Klagenfurt wird aufgelassen (Foto: Martin Metzenbauer).

Nachdem Austrian Airlines am Donnerstagvormittag die Schließung ihrer dezentralen Crew-Basen verlautbart, ließ die Kritik nicht lange auf sich warten: So erklärte Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser: "Das kommt einem Wegfall an Arbeitsplätzen und einem schweren Schlag gegen die betroffenen Standort-Bundesländer gleich." Rund 30 der etwa 200 Bord-Mitarbeiter, die in den Bundesländern stationiert sind, haben ihre Basis in Kärnten.

Das Angebot, nach Wien zu übersiedeln, sei laut Kaiser lebensfremd und komme einer Erpressung gleich. "Ganz zu schweigen davon, was das für die betroffenen Bundesländer und Regionalflughäfen bedeutet", so der Kärntner Landeshauptmann. Kaiser sieht seine Gesprächsaufforderung, die er angesichts der Flugplanausdünnung seitens der AUA am Flughafen Klagenfurt bereits an den Austrian-Vorstand gerichtet hat, bestätigt. "Offenbar reichen die Pläne der AUA und ihrer Muttergesellschaft Lufthansa ja noch viel weiter. Experten zufolge sollen wohl sämtliche Inlandsflüge der AUA gestrichen und damit die Regionalflughäfen scheibchenweise von der Bundeshauptstadt abgekoppelt werden", so Kaiser. Er fordert die AUA auf, ihre entsprechenden Beschlüsse zu überdenken.

Auch von Seiten der Gewerkschaft hagelte es Kritik: "Angesichts von anhaltenden Streckenausdünnungen und dieser beginnenden Schließungspläne kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass dahinter eine Systematik steckt", erklärte Vida-Vorsitzender Roman Hebenstreit. "Und ich vermute, der Auftrag dazu kommt aus Deutschland aus der Lufthansa-Zentrale", so der Gewerkschafter. Er warnt außerdem vor einer "wirtschaftlichen Austrocknung und Standortschwächung der Regionen" durch die Streichung von Verbindungen nach Europa. Allerdings sind laut AUA die Anbindungen an die bisher von Austrian Airlines bedienten Bundesländer-Ziele Frankfurt, Düsseldorf und Stuttgart von den Schließungen nicht betroffen - sie sollen ja von anderen Betrieben aus der Lufthansa-Gruppe weiter angeboten werden.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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