AUA: Betriebsversammlung am 25. Juli 2018

Bordbetriebsrat und Gewerkschaft informieren das Personal über den aktuellen Stand der KV-Verhandlungen.

Airbus A319 (Foto: Martin Metzenbauer).

Der Bordbetriebsrat der Austrian Airlines AG und die ÖGB-Teilgewerkschaft Vida werden am 25. Juli 2018 eine Betriebsversammlung abhalten, um das von ihnen vertretene Personal über den aktuellen Stand der Kollektivvertragsverhandlungen zu informieren. Beginn wird um 10 Uhr 30 sein. Mit Beeinträchtigungen im AUA-Flugverkehr muss gerechnet werden.

"Eigentlich war der KV nach einem Verhandlungsmarathon in der Nacht zum 1. Mai unter Dach und Fach. Jetzt steht das Austrian-Verhandlungsteam aber nicht mehr zu seiner Unterschrift unter das Eckpunktepapier. Es wollte das Paket sogar aufschnüren bzw. um weitere Punkte ergänzen. Das kommt für uns nicht in Frage", erklärt Vida-Gewerkschafter Johannes Schwarcz.

"Es ist nicht ausgeschlossen, dass es aufgrund der Versammlung zu Wartezeiten und außertourlichen Verzögerungen für die Passagiere kommt. Wir bitten jetzt schon alle Fluggäste um Verständnis", so der stellvertretende AUA-Bordbetriebsratsvorsitzende Andreas Geldner. "Auch wenn uns der aktuelle Verhandlungsweg jetzt zu dieser Betriebsversammlung drängt, bekräftigen wir, dass unsere Tür für einen konstruktiven Kompromiss jederzeit offen ist."

"Es geht hier um die Zukunft der Austrian-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Rahmen der Betriebsversammlung wollen wir von den Kolleginnen und Kollegen auch wissen, wie es bei den KV-Verhandlungen jetzt weitergehen soll. Zur Erinnerung: Bereits im Februar hat die Gewerkschaft vida grünes Licht für gewerkschaftliche Maßnahmen bei der AUA gegeben. Diese reichen von Dienst nach Vorschrift über wiederholte Betriebsversammlungen bis hin zur Arbeitsniederlegung. Ich weiß, dass der Geduldsfaden der Belegschaft kurz vorm Reißen ist", so Schwarcz der betont, dass "wir mit der Streikkarte jedoch äußerst behutsam umgehen. Gerade mit Blick auf die Touristenströme jetzt in der Urlaubszeit."

Die Gewerkschaft Vida wiederholt abermals ihre Forderung nach einem Branchen-Kollektivvertrag für die Luftfahrt. Hierbei richtet Johannes Schwarcz an WKO-Präsident Harald Mahrer, dass die Wirtschaftskammer "die Blockadehaltung bezüglich eines Branchenkollektivvertrags für die österreichische Luftfahrt endlich aufzugeben und mit uns Branchen-KV-Verhandlungen aufzunehmen. Mit einer gelebten Sozialpartnerschaft und einer ordentlichen Branchenlösung hätten wir diesen ganzen Schlamassel nicht."

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan interessiert sich seit seiner Kindheit für die Luftfahrt und ist seit 2012 Mitglied der Redaktion von Austrian Aviation Net. Sein Spezialbereich ist die Regionalluftfahrt.

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