AUA-Betriebsrat fordert Triple Seven

Die Lufthansa soll noch heuer neue Langstreckenflieger bei der AUA einflotten, fordert Junghans.

Derzeit fliegen vier Boeing 777-200ER für Austrian Airlines. (Foto: AirTeamImages.com)

Der Chef den Bodenbetriebsrates der Austrian Airlines, Alfred Junghans, ist unglücklich, und zwar mit dem Eigentümer, der Deutschen Lufthansa AG. Der Staat Österreich habe beim Verkauf der AUA 500 Millionen Euro investiert, die Mitarbeiter hätten mit 150 Millionen Euro ihren Anteil geleistet. "Wo bleibt das Investment der Lufthansa?", fragt sich Junghans im Gespräch mit Austrian Aviation Net.

Ein solches Investment wären für Junghans neue Langstrecken-Flugzeuge. Die vier Boeing 777, die die AUA eventuell 2013 und 2014 erhalten soll, seien bereits jetzt nötig.

Hintergrund des Konflikts ist das neue Sparprogramm von CEO Jaan Albrecht, das auch die Kollektivverträge der Mitarbeiter betrifft. Junghans kritisiert, dass die AUA-Führung mit einem Konkurs drohe. Das glaubt Junghans nicht. Falls der AUA das Geld ausgehen würde, dann schraube man nicht an den Abfertigungen herum. Solche Maßnahmen würden erst in einigen Jahren schlagend werden.

Das vorgelegte kollektivvertragliche Papier lehnt er ab. Einen moderneren KV kann er sich aber sehr wohl vorstellen. Neu eingestellte Mitarbeiter sollen am Anfang mehr verdienen, dafür würde die Gehaltkurve flacher ansteigen, erklärt Junghans sein Modell.

Junghans betonte gegenüber AANet erneut, dass weder er noch der Betriebsrat des Bordpersonals Streikabsichten hege. Durch den KV-Vorschlag seien die Mitarbeiter aber "angefressen".

Autor: Roman Payer
Das ist der Kurztext zu Roman Payer.

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