Anisec registriert erste Flugzeuge

Jets sollen die Level-Livery erhalten.

Airbus A330 (im Bild) registrierte die Anisec Luftfahrt GmbH zwar nicht, jedoch drei Airbus A321, die vormals für Niki unterwegs waren (Foto: www.AirTeamImages.com).

Die österreichische Tochtergesellschaft der spanischen Billigfluggesellschaft Vueling, Anisec Luftfahrt GmbH, registrierte nun die ersten Maschinen des Typs Airbus A321 im heimischen Luftfahrtregister. Es handelt sich dabei um die Jets mit den Registrierungen OE-LCN (MSN: 20344), OE-LCP (MSN: 20345) und die OE-LCR (MSN: 20346).

Die drei Mittelstreckenjets waren zuvor für die im Dezember des Vorjahres in die Pleite geflogene Air-Berlin-Tochter Niki im aktiven Liniendienst. Derzeit erhalten die oben genannten Flugzeuge im Paintshop im englischen Norwich eine gänzlich neue Lackierung. Dem Vernehmen nach sollen die Flugzeuge künftig im Design der IAG-Marke Level in Erscheinung treten.

Anisec selbst wollte sich auf telefonische Anfrage nicht zu den Vorgängen äußern. Insbesondere die Frage, ob man bereits AOC und Betriebsbewilligung seitens der Austro Control bzw. der Zivilluftfahrtbehörde im Verkehrsministerium erhalten habe, wollte Anisec ebenfalls nicht kommentieren.

Laut Angaben der spanischen Pilotengewerkschaft, die weder von Vueling, noch von Anisec kommentiert wurden, soll der österreichische Ableger nicht unter eigener Marke tätig werden, sondern zur Umgehung bestehender spanischer Tarifverträge dienen. Anisec soll ACMI-Dienstleistungen für Vueling anbieten, aber auch unter dem Brand Level tätig sein. Letzteres verfügt über kein eigenes AOC und ist derzeit unter jenem der Iberia unterwegs, wobei in Kürze auch die französische Betriebsbewilligung und das französische AOC von OpenSkies für Level genutzt wird.

Die Anisec Luftfahrt GmbH wurde als Anisec GmbH gegründet und sollte ursprünglich Assets der insolventen Fluggesellschaft Niki übernehmen. Ein entsprechender Vertrag wurde bereits unter der Federführung von Air-Berlin-Insolvenzverwalter Lucas Flöther ausverhandelt, jedoch kippten das Landgericht Berlin und in weiterer Folge das Landesgericht Korneuburg indirekt den Deal und in weiterer Folge kam Niki Lauda - im dritten Anlauf - zum Zug. An den Plänen einen österreichischen Flugbetrieb aufzubauen hielt die IAG allerdings fest.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan interessiert sich seit seiner Kindheit für die Luftfahrt und ist seit 2012 Mitglied der Redaktion von Austrian Aviation Net. Sein Spezialbereich ist die Regionalluftfahrt.

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