Alitalia: Pleite, aber neue Uniformen

Wenn schon kein Geld in den Kassen, dann aber bitte mit Stil...

Airbus A320 (Foto: Andy Graf).

Wenn schon pleite gehen, dann aber bitte mit Stil: Alitalia stattet ihre Beschäftigten ungeachtet der Insolvenz mit neuen Designer-Uniformen aus und das obwohl im April 2018 der Betrieb dicht gemacht werden könnte.

Als besonders grotesk empfinden die Beschäftigten, die seit Mai diesen Jahres mit einer äußerst ungewissen Zukunft leben müssen, sicherlich die offizielle Erklärung dazu: "damit sich die Mitarbeiter sowohl am Boden als auch in der Luft wohlfühlen".

Derzeit befinden sich die Sonderverwalter unter anderem mit Lufthansa, EasyJet und Cerberus in Übernahmeverhandlungen. Das Ergebnis ist noch völlig offen, doch die Zeit drängt, denn die Laufzeit des verlängerten Notkredits endet im April 2018 und dann dürften die Kassen nicht nur endgültig leer sein, sondern ein weiteres staatliches Darlehen könnte seitens Brüssel durchaus abgelehnt werden, was das Grounding der Alitalia zur Folge hätte. Es wäre dann ein Grounding in neuen Uniformen...

Angesichts des aktuellen Informationsstands, dass kein Interessent die komplette Alitalia übernehmen möchte, sondern eher an einzelnen Filetstücken interessiert ist, scheint es durchaus möglich, dass die Marke des Traditionscarriers vom Markt verschwinden könnte und falls Mitarbeiter direkt übernommen werden - was angesichts des abschreckenden Beispiels Air Berlin keinesfalls in trockenen Tüchern ist - würden diese dann mit hoher Wahrscheinlichkeit zum dritten Mal binnen zwei Jahren neue Dienstkleidung bekommen. 

Autor: Jan Gruber
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Jan interessiert sich seit seiner Kindheit für die Luftfahrt und ist seit 2012 Mitglied der Redaktion von Austrian Aviation Net. Sein Spezialbereich ist die Regionalluftfahrt.

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