Airpower16: Von Drachen und Tonnen

Am 2. und 3. September 2016 fand in Zeltweg zum sechsten Mal die Airpower statt - rund 300.000 Besucher konnten sich über etwa 240 Fluggeräte freuen. Hier ein fotografischer Rückblick.

Alle Fotos: Bernd Karlik, Text: Martin Metzenbauer

Sie war die größte Airshow, die es in Österreich je gab: Die Airpower16, bei der an zwei Eventtagen rund 300.000 Besucherinnen und Besucher etwa 240 Luftfahrzeuge aus 20 Nationen bestaunen durften. Dabei war auch Österreich stark vertreten: 53 Flugzeuge und Hubschrauber steuerte das Bundesheer bei, 29 die Flying Bulls. Vor Ort waren natürlich auch viele Journalisten, Spotter und Fotografen. Für Austrian Aviation Net hat Bernd Karlik die Kamera ausgepackt und spannende Momente, faszinierende Flugzeuge und perfekte Manöver festgehalten.

Häufiger Gast und gleichzeitig Glanzstück auf Flugveranstaltungen - vor allem wenn sie von Red Bull gesponsert werden - ist die DC-6B der Flying Bulls. Auch in Zeltweg war das Flugzeug mit Baujahr 1958 zu sehen und zu hören.

Die DC-6B der Flying Bulls zeigt sich trotz ihres für Flugzeuge rüstigen Alters - sie ist bereits 58 Jahre alt - in glänzendem Zustand.

Natürlich war auch das österreichische Bundesheer als Gastgeber mit einer Vielzahl von Fluggeräten in Zeltweg vertreten. Darunter Eurofighter, Saab 105 und Hercules.

Die Eurofighter des Bundesheers zeigten sich auf der Airpower16.

Oldies, but Goldies: Saab 105OE des Bundesheeres. Sie fliegen seit 1970 für die österreichischen Luftstreitkräfte.

Die drei Hercules des Bundesheeres bilden das Rückgrat der Transporterflotte. Eine vierte Maschine dient als Ersatzteilspender und Übrungsobjekt für das technische Personal.

Hercules und Eurofighter trafen sich zu einem simulierten Abfangmanöver.

Die Luftstreitkräfte des Bundesheeres haben bereits eine lange Geschichte - viele verschiedene Flugzeugmuster waren im Laufe der Jahrzehnte in Verwendung. Ein Highlight der Airpower war ein Get-Together von fast allen Typen, die jemals für das Bundesheer geflogen sind.

Ein Augen- und Ohrenschmaus: Die deHavilland DH 115 "Vampire". Sie stand von 1957 bis 1972 in Diensten des Bundesheeres.

Die mit ihrem V-Leitwerk besonders elegante Fouga CM170 "Magister" drehte von 1959 bis 1972 für das Bundesheer ihre Runden.

Die Saab J29F heißt nicht umsonst "Tunnan" (Tonne). Sie war von 1961 bis 1972 im Einsatz.

Und natürlich durfte auch der Saab J-35OE "Draken" bei der Airpower nicht fehlen. Der einzige flugfähige "Drachen" kam nach Zeltweg und erinnerte an die Einsatzzeit des Musters in Österreich von 1987 bis 2005.

Natürlich waren auch Kampfflugzeuge verschiedenster anderer Armeen in Zeltweg zu Gast.

Schnittige F16 der belgischen Luftwaffe.

Saab JAS-39C "Gripen" der tschechischen Armee.

Polnische MiG-29 "Fulcrum".

Eine F-16 der belgischen Luftstreitkräfte.

Die Armée de l'Air war mit der Dassault "Rafale" vertreten.

Neben den Flächenflugzeugen waren auch einige Hubschrauber in Zeltweg zu sehen.

Die Bristol "Sycamore" der "Flying Bulls" - wohl einer der ältesten noch flugfähigen Hubschrauber. Sie ist mit Baujahr 1957 sogar noch ein Jahr älter als die DC-6B der "Red Bull"-Flotte.

Ein BO-105 der "Flying Bulls".

Der Bell TAH-1 F heißt nicht umsonst "Cobra". Die "Flying Bulls" haben auch ein Exemplar dieser Type in ihrer Flotte.

Aus den Hangars 7 und 8 in Salzburg sind nicht nur die DC-6B und diverse Hubschrauber nach Zeltweg gekommen - auch einige alte Warbirds haben den Weg in die Steiermark auf sich genommen.

So kam die North American T-28 "Trojan" in neuem Farbkleid.

Die North American B-25 "Mitchell", Baujahr 1945.

Die Lockheed P-38 "Lightning" mit Baujahr 1944 wird optisch ihrem Namen gerecht.

Auch die Chance Vought F4U-4 "Corsair" - ein Klassiker mit Baujahr 1945 - war in der Steiermark zu Gast.

Fast schon jugendlich geben sich daneben die Alpha-Jets aus dem Flying-Bulls-Fundus, die rund 35 Jahre auf dem Buckel haben.

Corvus Racer von Peter Besenyei.

Neben den diversen einzelnen Fluggeräten, die auf der Airpower zu sehen waren, stellten natürlich die Vorführungen der Staffeln besondere Highlights dar.

Leise - aber deswegen um nichts weniger eindrucksvoll - zeigte das "Team Blanix" aus der Steiermark seine Segelflugkünste.

Das PC-7 Team aus der Schweiz in action.

Eines der absoluten Highlights: Die Patrouille de France mit ihren Alpha-Jets.

Die Airpower16 war also ein voller Erfolg - unsere Bilder decken nur einen Teil dessen ab, was hier gezeigt wurde. Das österreichische Bundesheer, alle Partner, natürlich auch die "Flying Bulls", sämtliche Beteiligte und nicht zuletzt die Region und die gesamte Steiermark haben die Flugshow zu einem ganz besonderen Event der Spitzenklasse gemacht. Auf die Airpower Nummer 7 darf man sich jetzt schon freuen.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Austrian Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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