Airbus stellt A380plus vor

Riesige Winglets sollen rund vier Prozent Treibstoff einsparen.

Riesige Winglets sollen den Treibstoffverbrauch reduzieren (Foto: Airbus).

Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat sich offenbar doch dazu entschlossen eine modernisierte Variante des Airbus A380 auf den Markt zu bringen. Unter dem Titel "A380plus" stellt das Unternehmen eine Variante vor, die vier Prozent weniger Treibstoff verbrennen soll. Weiters sollen die Pro-Sitz-Kosten um 13 Prozent gesenkt sein.


Grafik: Airbus.

Dabei greift Airbus was die Kabine anbelangt auf Optionen zurück, die im April im Rahmen der Aircrafts Interiors Expo vorgestellt wurden. Diese hatten primär das Ziel die Anzahl der Sitzplätze pro A380 zu erhöhen, was letztlich die Pro-Sitz-Kosten senken soll.

"Herzstück" der Konzeptstudie A380plus sind vergrößerte Winglets, die 4,7 Meter hoch sein sollen. Dadurch wird laut Airbus die Aerodynamik verbessert, was in weiterer Folge bis zu vier Prozent Treibstoff einsparen soll. Durch Gewichtseinsparungen soll sich das MTOW auf 578 Tonnen erhöhen, was den Einbau von 80 weiteren Sitzen ermöglicht. Die Reichweite erhöht sich um 300 nautische Meilen auf 8.500 nautische Meilen (rund 15.742 Kilometer).


Rendering: Airbus.

Einen weiteren Kaufanreiz sollen längere Wartungsintervalle und kürzere Stehzeiten bei C- und D-Checks mit sich bringen. Dadurch sollen Einsatzbereitschaft und damit die Wirtschaftlichkeit des Superjumbos angehoben werden.

Der Airbus A380plus scheint ein Kompromiss aus dem Emirates-Kundenwunsch nach einem A380neo und den Interessen des Flugzeugbauers zu sein. Das Superjumbo-Programm gilt seit einigen Jahren als regelrechter Ladenhüter, da die Verkaufszahlen massiv ins Stocken geraten sind. Eine Weiterentwicklung als Neo-Variante, insbesondere mit sparsameren Triebwerken, lehnt Airbus allerdings ab. Diese Entscheidung dürfte sicherlich damit zusammenhängen, dass das Marktpotential für Superjumbos als gesättigt gilt. Mitbewerber Boeing hat im Bereich der Passagiervariante der Boeing 747-8 mit ähnlichen Problemen zu kämpfen.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan interessiert sich seit seiner Kindheit für die Luftfahrt und ist seit 2012 Mitglied der Redaktion von Austrian Aviation Net. Sein Spezialbereich ist die Regionalluftfahrt.

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