Air Malta plant Langstrecke mit A321LR

Tourismusminister Konrad Mizzi hat viel vor.

Air-Malta-Chairman Charles Mangion (links) mit dem maltesischen Tourismusminister Konrad Mizzi (Foto: Jan Gruber).

Konrad Mizzi, Tourismusminister des kleinsten Mitglieds der Europäischen Union, Malta, plant den National-Carrier, Air Malta, mit Maschinen des Typs A321LR auf die Langstrecke zu schicken. Dabei spricht er offen über New York City und Toronto als mögliche Übersee-Destinationen.

Air Malta befinde sich laut Mizzi derzeit in einer entscheidenden Transformationsphase. Die Airline werde bis zur nächsten Wahl komplett gewandelt sein und in der Lage sein auch Langstreckenflüge ab Luqa anzubieten, wie er im Interview mit Xtra erklärt. Weiters habe das staatliche Luftfahrtunternehmen zuletzt einen kleinen Gewinn geschrieben und Ziel der nächsten beiden Jahre ist es, dass Air Malta dauerhaft profitabel wird.

Mit dem Einstieg in das Langstreckengeschäft rechnet das Regierungsmitglied "in den nächsten drei bis vier Jahren". Es wäre für Malta von besonderer strategischer Bedeutung, dass sich das Luftfahrtunternehmen auf die Stärkung und bestehenden Routen, aber auch den Aufbau von neuen Strecken in Festland-Europa, Skandinavien, Kairo und im Mittleren Osten konzentriere. New York und Toronto würden im bereits erwähnten Zeitraum im Fokus stehen.

Zunächst muss Air Malta hierfür jedoch auch flottenmäßig die entsprechenden Voraussetzungen schaffen, wie Konrad Mizzi weiters beschreibt. Derzeit wird die Bestandsflotte durch modernere Maschinen erneuert, die insbesondere durch Treibstoffersparnis Kosten einsparen sollen. Für das Langstreckenprojekt prüft man derzeit laut dem Politiker den Airbus A321LR, wobei auch der sich in Entwicklung befindliche A321XLR in Frage kommen könnte.

Air Malta veränderte erst vor einigen Monaten das Tarifsystem grundlegend und führte das Baukastensystem ein, das man noch auf der ITB 2018 - zumindest offiziell - verpönte. Dieser Umstellung folgte eine umfassende Verkaufskooperation mit Ryanair, so dass fast alle Routen nun auch über die Homepage des irischen Lowcosters buchbar sind. Dem Vernehmen nach soll man dadurch deutlich mehr Flugtickets absetzen können und hochzufrieden sein.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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