Air France präsentiert Tochter "Joon"

130 Millionen Euro an Einsparungen soll die neue, innovative Tochtergesellschaft "Joon" Air France bringen.

Foto: AirTeamImages.com

Jetzt ist es offiziell. Die bislang stets mit dem Projektnamen „Boost“ bezeichnete neue Tochtergesellschaft der Air France wird „Joon“ heißen. Joon wendet sich mit ihrem Angebot vorwiegend an die sogenannte „Generation Y“, also die technologieversierten und –interessierten Millennials, die zwischen 1980 und 2000 geboren wurden. Mit jenem oft preissensiblen Klientel hatte Air France bislang ihre Schwierigkeiten gehabt. Das Produkt von Joon soll dementsprechend „anders“, „connecté“ und „innovativ“ sein. So soll unter anderem WLAN kostenlos angeboten und ein „Buy on Board“-Service kreiert werden.

Im Herbst wird Joon vorläufig mit sechs Airbus A321 in Paris Charles-de-Gaulle an den Start gehen und die Langstrecken der Mutter füttern. Im kommenden Sommer soll sie sich dann mit drei bis vier Airbus A340 selbst auf Überseeflüge wagen. Bereits 2020 werde Boost, nach derzeitigen Plänen, 28 Maschinen, darunter zehn Langstreckenflugzeuge der Typen A340 und A350, einsetzen. Zwischen 2017 und 2020 soll die Anzahl der angebotenen Sitzplätze auf der Langstrecke bei Air France so um zehn Prozent ansteigen. Ziel sei es, den Golfairlines, die Frankreich inzwischen fest im Griff haben, Paroli zu bieten.

Die Vorstellung der neuen Airline kommt vier Tage nach dem grünen Licht der Pilotengewerkschaft SNPL. Joon soll 18 Prozent der Kosten auf der Langstrecke und 15 Prozent auf der Mittelstrecke einsparen. Dort verliert Air France in vielen Fällen Geld. Wie die Zeitung „La Tribune“ berichtet, waren noch vor einigen Wochen 35 Prozent der Air France-Langstrecken defizitär, bei den Mittelstrecken waren es sogar 80 Prozent.

Einsparungen werden vor allem durch die günstigere Anstellung von Flugbegleitern erreicht. Sie sollen Air France rund 45 Prozent weniger kosten als die eigenen Crews. Die Piloten hingegen kommen von der Muttergesellschaft selbst und werden je nach Bedarf Joon oder Air France fliegen. Insgesamt soll Joon bis 2020 130 Millionen Euro an Einsparungen bringen.

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