Air France-KLM zeigt Interesse an Air India

Ein Konsortium um Jet Airways, Air France-KLM und Delta Air Lines könnte ein Gebot für die hoch verschuldete Nationalfluggesellschaft des Subkontinents abgeben. Auch die lokale IndiGo, die Tata Gruppe und Celebi Aviation sind im Rennen.

Foto: AirTeamImages.com

Wirklich attraktiv sieht die indische Nationalfluggesellschaft auf den ersten Blick sicherlich nicht aus. Über 6,8 Milliarden Euro Schulden häufte Air India über die letzten Jahre an. Nun soll sie an einen Investor verkauft werden, der die Effizienz des Flagcarriers steigert und sie im besten Fall auch in die schwarzen Zahlen fliegen lässt.

Wie am Dienstag bekannt wurde, gibt es für diese Rolle auch schon Interessenten. Ein Konsortium bestehend aus der indischen Jet Airways, der Air France-KLM Gruppe und der US-amerikanischen Delta Air Lines, allesamt Mitglieder der SkyTeam-Allianz oder, im Falle des Etihad Airways Partners, sympathisierend mit dem Bündnis, haben ihr Interesse an Air India bekundet. Das berichtet der Nachrichtendienst „Reuters“ mit Bezugnahme auf den „Press Trust of India“. Auch Konkurrentin IndiGo, die in Kürze auf eigene Faust den indischen Langstreckenmarkt erobern möchte, die Tata Gruppe und die türkische Celebi Aviation könnten sich den Erwerb eines Teils der Airline vorstellen.

In den nächsten Wochen möchte die indische Regierung erste Gebote einsammeln. Trotz Milliardeninvestitionen des Staates gelang es den vorherigen Regierungen nicht, ihr Sorgenkind Air India zur Profitabilität zu führen. Nun wurde letztes Jahr ein Verkauf beschlossen. Ob die Regierung dafür die enormen Schulden übernimmt, ist noch unklar.

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