Air France expandiert mit neuem Konzept

Bessere Ausnützung der Flugzeuge, eine vor Ort stationierte Crew und eine Stärkung der französischen Regionen sind Teil der neuen Air France-KLM Strategie.

Durch die Stationierung der Crewmitglieder direkt vor Ort, hofft Air France in Zukunft Hotelkosten zu sparen. (Foto: Phiippe Delafosse)

Air France-KLM will sich Marktanteile von den Billig-Airlines zurückholen und setzt dabei auf den Aufbau von neuen regionalen Hubs und ein erweitertes Streckennetz. Mit 24.000 angebotenen Sitzplätzen im Monat ist die Destination Wien eines von 14 neuen Zielen zwischen Europa, der Mittelmeerregion und Toulouse.

Die neue Strategie der französisch-niederländischen Airline beinhaltet die Optimierung des Flugzeug-Einsatzes, die Stationierung der Crews vor Ort, sowie einer homogenen Flotte. Die Flugzeuge von Air France-KLM sollen in Zukunft über den Tag gesehen länger zum Einsatz kommen. Das soll durch einen frühen ersten Abflug, einen späten letzten Flug und Umdrehzeiten von maximal 30 bis 35 Minuten erreicht werden. An den Standorten Toulouse, Marseille und Nizza setzt Air France-KLM jeweils zehn Airbus A319/A320 ein.

Für das Personal besteht die Möglichkeit, auf freiwilliger Basis direkt an den Destinationen stationiert zu werden. Sie werden dadurch zwar laut Air France-KLM Österreich Direktor Guido Hackl pro Tag mehr arbeiten, aber insgesamt mehr freie Tage haben. Die Kabinencrew wird so auf 650 Stunden pro Jahr in 120 Tagen kommen, Piloten werden 715 Stunden an 130 Tagen im Jahr fliegen. Insgesamt will KLM-Air France die Kosten pro Flugstunde um 15-20 Prozent reduzieren.

Ab 1. April 2012 wird Air France viermal wöchentlich zwischen Wien und Toulouse operieren. Dienstags wird die Strecke mit einem Airbus A319 (142 Sitzplätze), freitags, samstags und sonntags mit dem Airbus A320 (178 Sitzplätze) bedient. Beide Maschinen werden ausschließlich über Economy Class verfügen. Als Novum wird die Airline auf dieser Strecke One Way Tickets anbieten, die ab 49 Euro inklusive Taxen (exklusive Ticket Service Charge) vertrieben werden. Die Ticketgebühr beträgt bei Air France üblicherweise zehn Euro. Der Preis für Hin- und Rückflug liegt bei einem Minimum von 99 Euro.

Für die ersten Monate der neuen Toulouse-Verbindungen erhofft sich Guido Hackl eine Auslastung von 60 Prozent. Ein Drittel davon sollen Österreichische Passagiere ausmachen. Bei den bisherigen Vorausbuchungen liegt der österreichische Anteil derzeit bei 32 Prozent.

Autor: Sonja Dries
Das ist der Kurztext zu Sonja Dries.

    Special Visitors

    Italy Air Force / CSX81848
    Aviolet / YU-ANJ
    Bahrain Royal Flight / A9C-HMH
    Kingdom Of Bahrain / A9C-HMK
    Emirates / A6-EEI
    Thomson Airways / G-FDZG
    Thomson Airways / G-FDZG
    Kingdom of Bahrain / A9C-HMK
    Bahrain Royal Flight / A9C-HMH
    SCFA / HB-RSC

    Unsere Autoren

    Martin Metzenbauer

    Herausgeber und Chefredakteur
    Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Austrian Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

    Jan Gruber

    Leitender Redakteur
    Jan interessiert sich seit seiner Kindheit für die Luftfahrt und ist seit 2012 Mitglied der Redaktion von Austrian Aviation Net. Sein Spezialbereich ist die Regionalluftfahrt.

    Christoph Aumüller

    Redakteur
    Christoph ist Absolvent des Studienlehrganges Luftfahrt der FH Joanneum Graz. Seit Mitte 2015 verstärkt er das Redaktionsteam von Austrian Aviation Net.

    Philipp Valenta

    Redakteur
    Philipp studiert berufsbegleitend an der IMC Fachhochschule Krems und verstärkt seit 2015 tatkräftig unser Redaktionsteam.

    Michael Csoklich

    Autor
    Michael Csoklich ist einer der bekanntesten Wirtschaftsjournalisten Österreichs und leitete über viele Jahre das Ressort Wirtschaft im ORF Radio. Seit 2016 schreibt er als Autor auf Austrian Aviation Net insbesondere über Spezialthemen.