Air France: Beauty & more

Dinner und Beauty-Behandlungen vor Transatlantikflügen, Kabinenumbau für A330-Flotte.

Im neu gestalteten Restaurant-Bereich der Air-France-Lounge im Terminal 1 des JFK Airport kann man bereits vor Abflug ein Menü genießen (Foto: Air France).

Essen, trinken, arbeiten oder entspannen kann man heutzutage in so gut wie jeder Flughafen-Lounge. Wer sich als Airline von anderen abheben will, muss schon etwas Besonderes bieten. Ein Vorreiter in diesem Sinne war Virgin Atlantic Airways, in deren "Clubhouses" man sich einen Friseurbesuch oder eine Massage gönnen konnte. Air France hat nun in ihrer Lounge am JFK Airport in New York ganz neu ein "Beauty Treatment Center" eröffnet. Dort können "La Première" und Business Class Passagiere sowie Fluggäste mit "Flying Blue" Platinum- und Gold-Status 20- bis 30-minütige Treatments kostenlos genießen. Dieser neue Bereich wurde in Kooperation mit dem Schweizer Kosmetikunternehmen La Prairie gestaltet.

Essen vor Abflug statt an Bord
Vor kurzem wurde in der Air-France-Lounge im Terminal 1 des JFK Airport auch der Dining-Bereich neu gestaltet. Dieser bietet ein "Night Service", bei dem die Passagiere bereits vor Abflug ein komplettes Menü genießen können. Die Zeit im Flugzeug kann man dann schlafend "verfliegen" lassen. Laut Air France nutzen rund 50 Prozent der Passagiere, die vom JFK in Richtung Paris auf den beiden Nachtflügen AF009 und AF011 unterwegs sind, diesen Service. Besonders hungrige dürfen dabei an Bord nochmals essen - und vor der Landung gibt es natürlich auch noch ein Frühstück.

Gemeinsam mit dem Kosmetikunternehmen La Prairie bietet Air France nun Treatments vor einem Langstreckenflug an. Den Termin vereinbart man direkt bei Betreten der Lounge (Foto: Air France).

Aber nicht nur am Boden sondern auch an Bord gibt es bei Air France Neuerungen - zumindest wenn man mit einem Airbus A330 unterwegs ist. Die Fluglinie gestaltet bis 2020 die Kabinen dieser 15 Flugzeuge umfassenden Teilflotte um rund 150 Millionen Euro um. Diese erhalten neue Business-Class- (36 Sitze), Premium-Economy- (21 Sitze) und Economy-Kabinen (167 Sitze).

Neue Business Class an Bord des A330-200 (Foto: Air France).

Die ersten Flüge mit diesen neu eingerichteten Kabinen starten noch in der aktuellen Saison nach Akkra (Ghana), Ouagadougou (Burkina Faso) sowie Houston (USA). In der kommenden Sommersaison sollen sie dann außerdem nach Cotonou (Benin), Lagos (Nigeria), Niamey (Niger), Bangalore und Delhi (Indien) fliegen. In den USA werden sie dann statt nach Houston in Richtung Seattle, Chicago und Dallas eingesetzt.

Neue Kabine im A330
In der Business Class kommen nun zeitgemäße Sitze mit Lie-Flat-Funktion zum Einsatz - bislang mussten sich die Passagiere mit Angle-Flat-Sesseln zufrieden geben. Abgesehen von den heute üblichen Komfort-Items in dieser Klasse wurden auch neue Toiletten und eine Self-Service-Bar eingebaut. Ein kleines Manko der neuen Klasse könnte allerdings sein, dass die Sitze jeweils in Zweiergruppen angeordnet sind - die Fensterplätze (also rund ein Drittel aller Business-Sitze) haben dadurch keinen direkten Gangzugang.

Business-Class-Passagiere können sich im neu eingerichteten kleinen Bar-Bereich im A330 Snacks und Getränke selbst holen (Foto: Air France).

Premium Economy Passagiere dürfen sich im neu eingerichteten A330 über Sitze in einer "Fixed Shell" freuen, die sich auf 130 Grad zurücklehnen lassen. Der Sitzabstand wurde zum Vorgängermodell um rund fünf Zentimeter auf 102 cm erhöht - aber auch die Sitzweite ist mit 48,5 cm verhältnismäßig großzügig bemessen. Zwei USB-Ports sowie eine Steckdose für jeden Premium-Eco-Passagier sorgen dafür, dass auch den elektronischen Endgeräten auf einem Langstreckenflug der Saft nicht ausgeht.

Schalensitze in der neuen Premium Economy Class (Foto: Air France).

Etwas näher zusammenrücken müssen hingegen die Passagiere in der neuen Economy Class: Hier wurde der Sitzabstand von 81 auf 79 cm verringert - allerdings soll es laut Air France zumindest zwischen den Armlehnen mehr Platz geben. Und auch der HD-Monitor ist mit 29 cm Diagonale gewachsen - außerdem gibt es in der "Eco" ebenfalls persönliche Power- und USB-Outlets. Der engere Sitzabstand wirkt sich naturgemäß auf die Kapazität des Flugzeuges aus: Mit der neuen Bestuhlung finden 224 statt wie bisher 208 Passagiere im Airbus A330-200 Platz.

Kostenlose Kurznachrichten über WiFi
Ein "Goodie" bietet Air France allerdings noch an: Dank des "Connect"-Service kann man auf allen Langstreckenflügen online gehen - und das teilweise sogar kostenlos. Der "Message"-Pass erlaubt es nämlich, per Handy oder Tablet Nachrichten gratis zu empfangen und zu versenden. Der "Surf"-Pass - mit dem man Mails versenden und empfangen sowie im Internet surfen kann - kostet für einen gesamten Langstreckenflug 18 Euro. Schnellere Internet gibt es mit dem "Stream"-Pass um 30 Euro pro Interkont-Flug.

Die Abstände sind zwar enger geworden - dafür dürfen sich die Eco-Passagiere über angenehme Farben und kostenloses WiFi für Textnachrichten freuen (Foto: Air France).

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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