Air France: AOG im Doppelpack in Irkutsk

Erst zweite Ersatzmaschine konnte gestrandete Fluggäste an ihren Zielort bringen.

Die beiden AOG-Tippleseven in Russland (Foto: Аэропорт Иркутска).

Dass ein Flugzeug wegen technischer Probleme eine Sicherheitslandung einlegen muss, kommt durchaus öfters vor als viele vermuten. Doch Air France hatte offenbar besonderes Pech, denn am 11. November 2018 musste die F-GSQC, eine Boeing 777, im russischen Irkutsk außerplanmäßig landen, da es aus noch ungeklärten Gründen zu Geruchs- und Rauchentwicklung gekommen ist.

Professionell wollte Air France die gestrandeten Passagiere rasch mit einer Ersatzmaschine in Irkutsk abholen und zu ihrem Ziel, Shanghai, bringen. Wie das Portal Aerotelegraph.com nun berichtet, ging dabei so ziemlich alles schief was nur schief gehen kann, denn der F-GSQB machten offenbar die frostigen sibirischen Temperaturen schwer zu schaffen. Die zweite Boeing 777 war aufgrund von Hydraulikproblemen - so Aerotelegraph.com - nicht flugfähig.

Frei nach dem Motto "Aller guten Dinge sind drei" wurde eine zweite Ersatzmaschine von Paris nach Sibirien eingeflogen und diesmal klappte es: Der dritte Air-France-Jet konnte die gestrandeten Reisenden nach drei Tagen ungeplantem Aufenthalt in Russland dann sicher nach China bringen.

Da keiner der 282 Fluggäste eine Reise in die Russische Föderation geplant hatte, hatte laut Behördenangaben auch niemand ein offizielles Einreisevisum. Dies soll dazu geführt haben, dass die Exekutive die Reisepässe und das Gepäck in Verwahrung genommen haben soll. Dieser Umstand wurde seitens der russischen Behörden auch gar nicht bestritten, sondern damit begründet, dass keine gültigen Visa vorlagen. 

Unabhängig davon war der dritte Versuch die 282 Passagiere von Paris nach Shanghai zu bringen dann von Erfolg gekrönt, denn 14. November 2018 konnte die zweite Ersatzmaschine die Fluggäste in Irkutsk aufnehmen. Die beiden "Problem-777" wurden zwischenzeitlich nach Frankreich ausgeflogen.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Austrian Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan ist studierter Theater-, Film- und Medienwissenschaftler und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Austrian Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

    Special Visitors

    Jet2.Holidays / G-JZHM
    Laudamotion / OE-LOB
    Private Wings Aviation / D-CITO
    Hainan AL / B2739
    VIETNAM AL. / VN-A868
    AlbaStar / EC-NAB
    Armée de l'Air / F-RADA

    Unsere Autoren

    Martin Metzenbauer

    Jan Gruber

    Michael Csoklich

    Robert Hartinger

    Christoph Aumüller