Air-Berlin-Pleite: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Untreueverdacht

Schaden in der Höhe von 150 Millionen Euro.

Ermittlungen wegen Untreue laufen (Foto: Jan Gruber).

Die Insolvenz der Air Berlin könnte ein strafrechtliches Nachspiel für die Verantwortlichen haben, denn aus der Polizeilichen Kriminalstatistik geht hervor, dass die Staatsanwaltschaft Berlin wegen einem Schaden in der Höhe von 150-Millionen-Euro "im Zusammenhang mit der Insolvenz der Air Berlin" ermittelt. Interessant an dieser Summe ist, dass diese deckungsgleich mit dem von der Bundesrepublik Deutschland besicherten Kredit in der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist.

Der "Berliner Kurier" berichtet jedoch, dass zu näheren Informationen niemand eine Stellungnahme abgeben möchte. So heißt es aus dem Büro des Innensenators, dass die Polizei zuständig wäre und diese verweist auf die Staatsanwaltschaft Berlin. Zuletzt genannte Behörde wollte auf Anfrage keinen Kommentar abgeben. 

Derzeit ist daher nicht bekannt gegen welche Person oder welche Personen konkret ermittelt wird und in welchem Stadium sich das Verfahren befindet. Lediglich der Grund ist öffentlich bekannt: Untreue im Zusammenhang mit der Air-Berlin-Insolvenz. Unabhängig davon gilt für alle möglicherweise verdächtigten Personen die Unschuldsvermutung.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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