Air Berlin: Gericht weist Piloten-Klage ab

Vermeidung von Reisekosten ist ein zulässiges Auswahlkriterium.

Foto: www.AirTeamImages.com.

Ein Pilot der insolventen Air Berlin klagte vor dem Arbeitsgericht in Düsseldorf gegen seine Freistellung. Er machte unter anderem geltend, dass es für ihn weiterhin Einsatzmöglichkeiten, beispielsweise im Rahmen des Eurowings-ACMI-Auftrags, geben würde.

Das Gericht wies unter der Aktenzahl 10 Ga 89/17 die Klage des Flugzeugführers zurück und begründete dies unter anderem damit, dass es bei der Auswahl jener Mitarbeiter, die weiterhin eingesetzt werden, keine Auswahl nach sozialen Kriterien geben muss. Der Kläger war zuletzt in Düsseldorf stationiert und argumentierte damit, dass man in beispielsweise ab Köln/Bonn hätte einsetzen können. Das Gericht sah das anders und urteilte, dass im Rahmen der Insolvenz die Vermeidung zusätzlicher Reisekosten ein ausreichendes Auswahlkriterium ist.

In Berlin wurde eine Klage gegen die Umflottung von A320-Maschinen zur Luftfahrtgesellschaft Walter abgewiesen. Hier war es die VC, die als Kläger auftrat. Laut einem Bericht des Portals Airliners.de pürft die Gewerkschaft derzeit das Rechtsmittel der Berufung zu ergreifen.

Autor: Jan Gruber
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Jan interessiert sich seit seiner Kindheit für die Luftfahrt und ist seit 2012 Mitglied der Redaktion von Austrian Aviation Net. Sein Spezialbereich ist die Regionalluftfahrt.

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