Air Berlin gehören nur noch zehn Flieger

Neun weitere Flugzeuge werden verkauft und teilweise zurückgemietet

Unter den zehn Fliegern, die der Air Berlin noch selber gehören, sind auch vier der sieben Niki-Embraer. Die restlichen drei E-190-Jets werden von einer Wiener Firma geleast, die zu drei Viertel der Privatstiftung von Niki Lauda gehört. (Foto: Martin Metzenbauer)

Der hohe Schuldenberg und die kritische Finanzsituation der deutschen Fluggesellschaft Air Berlin zwingen das Management offenbar dazu, weitere neun Flugzeuge zu verkaufen und sieben davon zurückzumieten. Auch zwei erst auszuliefernde Jets werden abgeben, um frisches Geld in die Kassen der Airline zu spülen. Wie berichtet, ist das Eigenkapital der Niki-Mutter mit einem Minus von 116,3 Millionen Euro bereits tiefrot.

"Die neu gegründete Minsheng Commercial Aviation Limited und airberlin haben einen Vertrag über insgesamt elf Flugzeuge abgeschlossen", teilte Air Berlin am Donnerstag mit.

Der Vertrag mit dem chinesischen Geldgeber umfasst einen Sale-and-lease-back-Deal über fünf gebrauchte A320, die bisher noch in den Büchern der Air Berlin standen und über zwei Neuauslieferungen im kommenden Jahr - ein Airbus A320 mit Sharklets und eine Boeing 737-800. Zusätzlich wird Minsheng vier Boeing 737 von Air Berlin in China verkaufen.

Laut Angaben von Air Berlin gehörten der Gruppe mit Stand 30. Juni 2013 nur noch 19 der insgesamt 147 Flugzeuge. Mit dem Abschluss des Minsheng-Deals sinkt die Zahl der eigenen Flugzeuge auf zehn. Dazu zählen fünf Flieger der A320-Familie, eine Boeing 737 und vier der sieben Niki-Embraer.

Die anderen drei Embraer E-190-Jets stehen laut AANet-Recherchen übrigens im Besitz der "E190 Flugzeugvermietung GmbH" mit Firmensitz in der Cobenzlgasse 52 im Wiener Nobelbezirk Döbling. Laut Firmenbuch gehört diese Firma über die "NL Holding GmbH" zu 76 Prozent der Privatstiftung von Niki Lauda, die restlichen 24 Prozent hält Air Berlin.

Im ersten Halbjahr 2013 zahlte Air Berlin laut Halbjahresfinanzbericht 1,33 Millionen Euro für die drei geleasten Embraer 190 an die "E190 Flugzeugvermietung GmbH". Für das Jahr 2012 betrugen die Leasing-Aufwendungen 6,24 Millionen Euro. Dem gegenüber standen 4,59 Millionen Euro an Forderungen, geht aus dem Air-Berlin-Jahresbericht hervor.

Autor: Roman Payer
Das ist der Kurztext zu Roman Payer.

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