AeroSvit-Pleite: UIA will Langstrecke übernehmen

Insgesamt 30 Routen hat AeroSvit inzwischen an die staatliche Ukraine International Airlines abtreten müssen. Nun wagt sich UIA mit ersten Boeing 777 auch auf die Langstrecke.

Foto: Andy Graf

Nach der Insolvenz der Ukrainian Aviation Group, der neben den Regionalfluggesellschaften Dniproavia und Donbassaero auch die größte Airline des Landes, AeroSvit, angehören, schmiedet der staatliche Konkurrent eifrig Pläne, um die entstandene Lücke in der ukrainischen Luftfahrt wieder zu füllen.

So wird Ukraine International Airlines (UIA), Medienberichten zufolge, voraussichtlich beinahe das gesamte internationale Streckennetz der Gruppe inklusive einiger Langstrecken übernehmen. Zu diesem Zweck habe die Airline bereits fünf Boeing 777-200, die von Air India nicht mehr benötigt werden, geordert. Ganz oben auf der Wunschliste für erste Langstreckendestinationen stehen, einer Analyse des „Centre for Aviation“ zufolge, Peking und Bangkok, die derzeit noch im Flugplan der AeroSvit stehen.

Letztere wird vermutlich nach dem Abschluss der Restrukturierung als Inlandsfluggesellschaft mit einem bestenfalls eingeschränkten internationalen Streckennetz weiterbestehen. 30 Routen, darunter auch Verbindungen zu den nordeuropäischen Zielen Kopenhagen und Stockholm, musste sie seit Ende letzten Jahres bereits an die Konkurrenz, UIA, abtreten. Teile der ehemaligen AeroSvit-Flotte sollen ebenfalls von Ukraine International Airlines übernommen werden.

Die kolportierten Schulden der bankrotten Airline belaufen sich auf rund 403 Millionen Euro.

Autor: Patrick Kritzinger
Das ist der Kurztext zu Patrick Kritzinger.

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