Aeroflot übernimmt 50. Sukhoi Superjet

Kürzlich 100 Stück nachbestellt.

SSJ-100 (Fotos: Martin Dichler).

Während der Verkauf des russischen Verkehrsflugzeuges Sukhoi SSJ 100 weltweit nur wenige Erfolge verzeichnen kann, orderte jüngst die staatliche Fluglinie Aeroflot, weitere 100 Einheiten des Mittelstreckenjets. Anlässlich des East Economic Forum, dass zwischen 11-13 September in Vladivostok stattfand, unterzeichnete Vitaly Saveliev ,Generaldirektor der JSC Aeroflot Gruppe, einen Auftrag über weitere 100 Stück SSJ 100, die bis zum Jahr 2016 zur Auslieferung gelangen sollen.

Gestern wurde auf der Aeroflot-Heimatbasis am Flughafen Moskau- Sheremetyevo, der bereits 50.Superjet 100 aus einer früheren Bestellung in Betrieb genommen. Das Flugzeug mit der Kennung RA-89115 wurde nach dem bekannten russischen Maler Vasily Polenov benannt und ist genauso wie der Rest der Aeroflot Sukhoi Flotte, mit 12 Business und 75 Economy Sitzen ausgestattet.

Der erste Sukhoi Jet wurde von Aeroflot im Jahr 2011 in Betrieb gestellt und kommt hauptsächlich auf innerrussischen Strecken zum Einsatz. Während der diesjährigen Fußball WM in Russland, kam der SSJ 100 mit seiner Reichweite von max. 4500 km aber auch nach Wien regelmäßig zum Einsatz.

Trotz eines grundsätzlich gelungenen Flugzeugentwurfes und einer Kooperation mit zahlreichen westeuropäischen Partnern, liegt die Zahl der verkauften SSJ 100 auch zehn Jahre nach seinem Erstflug, weit hinter den Erwartungen des Herstellers. Bis Juli 2018 wurden nur 133 Flugzeuge an 12 Betreiber ausgeliefert. Der Wunsch des Produzenten nach einer erfolgreichen Vermarktung auch außerhalb Russlands, konnte bislang nur bedingt umgesetzt werden. Um das Projekt am Leben zu erhalten springt deshalb immer öfters der russische Staat mit Bestellungen ein. Zahlreiche Neuentwicklungen, wie etwas ein SSJ Business Jet oder die Verwendung von Winglets sollen das SSJ Programm, dessen Entwicklung bislang an die USD 1,5 Milliarden gekostet hat, aber auch weiterhin am internationalen Flugzeugmarkt interessant halten.

Aeroflot hat nach Aussagen von General Director Vitaly Saveliev, aber immer schon eine bedeutende Rolle bei der Einführung neuer russischer Flugzeuge als Launch Partner gespielt. Bis zum Jahr 2026 soll in der Flotte von Aeroflot die Zahl der in Russland hergestellten Verkehrsflugzeuge, auf 200 Einheiten ansteigen. Neben den bereits 150 fix bestellten Sukhoi Jets, werden bis dahin auch 50 Einheiten des neuen MC-21 die Aeroflot Flotte verstärken.

Autor: Martin Dichler
Martin Dichler ist Vorsitzender der Flughafenfreunde Wien und schreibt seit Jahren als freier Journalist für diverse Luftfahrt- und Reisemedien.

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