2018: Icelandair flog Millionen-Verlust ein

Kerosin und harter Wettbewerb als Ursachen genannt.

Boeing 757 (Foto: www.AirTeamImages.com).

Die Fluggesellschaft Icelandair musste für das Jahr 2018 rote Zahlen präsentieren. Der Konzern rutschte von einem Gewinn in der Höhe von umgerechnet 33,21 Millionen Euro in 2017 auf ein Minus von 49,24 Millionen Euro. Eine angestrebte Fusion mit Mitbewerber Wow Air wurde zwischenzeitlich wieder verworfen.

Icelandair konnte im Vorjahr deutlich mehr Fluggäste zählen und kommuniziert, dass man 4,1 Millionen Reisende befördert habe. Das Unternehmen begründet den Verlust insbesondere mit gestiegenen Treibstoffpreisen und einem harten Wettbewerbsumfeld. Besonders der lokale Mitbewerber Wow Air soll das Niveau der Flugscheinpreise niedrig halten.

Angestrebt wurde im Vorjahr zunächst eine Übernahme dieses Mitbewerbers, jedoch wurde diese wieder verworfen. Nur kurze Zeit später konnte Wow Air mit dem U.S.-Fonds Indigo Partners, der unter anderem auch an Wizzair beteiligt ist, einen neuen Investor präsentieren, der dem isländischen Lowcoster offensichtlich finanziell unter die Arme griff.

Laut offiziellen Mitteilungen soll ein solcher Schritt bei Icelandair nicht notwendig sein. Das Management verweist in einer offiziellen Erklärungen auf Barmittelbestände in dreistelliger Millionen-Euro-Höhe. Dennoch machte man keinen Hehl daraus, dass das Jahr 2019 aufgrund der Wettbewerbssituation nicht einfach wird.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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